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Zweiundzwanzig gelöschte Brände in einer Nacht, sechs neue am Morgen: Der Sommer hat uns wieder unvorbereitet getroffen

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Zweiundzwanzig gelöschte Brände in einer Nacht, sechs neue am Morgen: Der Sommer hat uns wieder unvorbereitet getroffen

Das Land brennt wieder an mehreren Fronten gleichzeitig, und die Zahlen des Krisenmanagementzentrums ändern sich stündlich - das Bild dahinter nicht.

Im Lagebild bis 13 Uhr am 16. August waren neun Freiflächenbrände registriert: vier aktiv, drei unter Kontrolle, zwei gelöscht. Das Morgenlagebild desselben Tages war noch härter - sechs aktive Brände, einer unter Kontrolle und ganze 22 in der Nacht gelöscht.

Wo es brennt

Die aktiven Brandherde liegen im ganzen Land: In der Gemeinde Studeničani, zwischen den Dörfern Morane, Vrtekica und Ramni Gaber, brennt Mischwald. In Makedonski Brod steht das Feuer bei Viduš, nahe den Dörfern Dragov Dol und Lokvica - niedrige Vegetation, Niederwald und Buschland. In Veles und Zelenikovo breitete sich das Feuer beim Dorf S'lp Richtung Dobrino und Tisovica aus, wo auch hochwertiger Eichenwald brennt. In Jegunovce zog die Feuerlinie bei den Dörfern Kopance und Tudence Richtung Bojane bei Skopje. In Kruševo brennt es bei Borino und Žitoše.

Also: Raum Skopje, Veles, Tetovo, Kruševo, Makedonski Brod. Nicht ein Feuer, das außer Kontrolle geriet, sondern eine ganze Landkarte.

Vržale - dorthin kommt der Boden nicht

Über dem Dorf Vržale in der Gemeinde Zelenikovo öffnete sich ein neuer Brandherd. Der Direktor des Krisenmanagementzentrums, Muhamet Ali, war am Nachmittag vor Ort, gemeinsam mit dem stellvertretenden Kommandanten der Feuerwehr der Stadt Skopje, Erol Aliu. Zwei Spezialfahrzeuge der Direktion für Schutz und Rettung waren ebenfalls im Einsatz.

„Ich verfolge die Lage und koordiniere direkt vom Einsatzort aus, in enger Zusammenarbeit mit allen eingesetzten Kräften. Unsere Priorität ist es, das Feuer unter Kontrolle zu bringen, es zu lokalisieren und mit allen nötigen Kapazitäten bis zur vollständigen Löschung fortzufahren”, sagte Ali.

Das Problem ist das Gelände. Das Feuer liegt an einer unzugänglichen Stelle, die eine vollständige Eingrenzung vom Boden aus ausschließt, weshalb für den nächsten Morgen ein Lufteinsatz geplant war - abhängig von Wetter und Geländelage. Die Mannschaften blieben die ganze Nacht draußen.

Genau hier wiederholt sich die Geschichte jeden Sommer: Erreicht das Feuer Gelände, in das kein Fahrzeug fährt, bleibt nur die Luft. Und die Luftkapazitäten sind begrenzt, werden auf mehrere Brandherde verteilt und hängen vom Wetter ab.

Zweiundzwanzig gelöschte Brände in einer Nacht sind harte Arbeit, und die Kräfte vor Ort haben diese Zahl verdient. Aber 22 gelöscht und sechs neue am nächsten Morgen ist kein Sieg - das ist ein Kreislauf, in den das Land jeden August eintritt.

Die Frage, die niemand laut stellt: Warum beginnt jede Saison mit derselben Improvisation statt mit einem fertigen Plan? Wie viele Flugzeuge und Hubschrauber sind einsatzbereit, bevor der Sommer anfängt - und nicht erst, nachdem der erste Wald abgebrannt ist?