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Wer füllt die Rentenkasse: der Haushalt deckt über ein Drittel der Einnahmen, und die zweite Säule ist zwei Monate im Rückstand

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Wer füllt die Rentenkasse: der Haushalt deckt über ein Drittel der Einnahmen, und die zweite Säule ist zwei Monate im Rückstand

Die Frage „wer füllt die Rentenkasse" hat in Mazedonien eine immer unbequemere Antwort - der Haushalt, also wir alle. Seit Jahren kann das Rentensystem seine Verpflichtungen nicht allein decken, und eine Prüfung hat nun ergeben, dass auch die zweite, private Rentensäule mit den Einzahlungen im Verzug ist.

Die Zahlen sind ernüchternd. Der Fonds für Renten- und Invalidenversicherung stützt sich auf direkte Transfers aus dem Staatshaushalt, die 2024 mit ganzen 36,71 Prozent an den Gesamteinnahmen beteiligt waren. Obwohl die Einnahmen aus Beiträgen um 14 Prozent stiegen und 71,4 Milliarden Denar erreichten, reichte das nicht, um die Rentenausgaben zu decken, die 90,2 Milliarden Denar überstiegen. Die Differenz schließt der Haushalt - also das Steuergeld aller.

Noch alarmierender ist der Befund zur zweiten Säule. Die Prüfung deckte erhebliche Verzögerungen bei den Transfers an die privaten Rentenfonds auf - im Schnitt rund zwei Monate - und bis Februar 2026 erreichten die nicht zugeteilten Beiträge fast 2,6 Milliarden Denar, also etwa 42 Millionen Euro. Das Geld, das dem Arbeitnehmer für seine Zukunft gehört, liegt irgendwo unterwegs, statt für ihn zu arbeiten.

Der Kern des Problems liegt nicht in einer Regierung oder einem Jahr - sondern in einem Modell, das seine Verpflichtungen nicht ohne ständige Verschuldung oder Kürzung anderer Posten bedienen kann. Wenn das Rentensystem davon abhängt, dass der Haushalt jedes Jahr das Loch stopft, dann ist die Rente des heutigen Arbeitnehmers nicht durch Sparen gesichert, sondern durch die Hoffnung, dass es morgen jemanden gibt, der zahlt. Und das ist die unsicherste Rentenstrategie, die es gibt.