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„Wir haben gültige Tickets und kommen nicht mal nach Hause”: Wut im Zentrum von Skopje über neue Parkgebühren

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„Wir haben gültige Tickets und kommen nicht mal nach Hause”: Wut im Zentrum von Skopje über neue Parkgebühren

„Wir haben gültige Parktickets und kommen nicht einmal nach Hause” - so beschreiben Bewohner des Stadtteils Centar das Chaos um die neue Gebührenordnung von POC, dem städtischen Parkbetrieb. Die Menschen sind wütend: Gültige Tickets funktionierten plötzlich nicht mehr und mussten erneuert werden, während die Anwohner ihre eigene Haustür nicht erreichen.

Die Zahlen hinter dem Ärger sind konkret. Stadträtin Katerina Kostadinova von der VMRO-DPMNE rechnete vor: „Für drei Fahrzeuge, die an derselben Adresse eines Familiengrundstücks gemeldet sind, würde die jährliche Parkgebühr 24.000 Denar erreichen, plus 18.000 für jedes weitere Fahrzeug.” Das neue System rechnet nach der Zahl der Fahrzeuge an einer Adresse ab, nicht pro Halter - ein Drei-Personen-Haushalt mit drei Autos vor dem eigenen Haus zahlt so rund 24.000 Denar im Jahr.

Das ist kein Randproblem. Über 1.200 Bürger unterschrieben eine Petition für die Rücknahme der neuen Tarife und eine öffentliche Debatte. Die Anwohner nennen die Erhöhung eine „legale Erpressung” - sie müssten nun für den Gehweg und die Straße vor ihrem eigenen Haus zahlen, zusätzlich zu den Nebenkostenrechnungen. Die Wortwahl kann man ihnen kaum vorwerfen.

Die VMRO-DPMNE kündigt eine Initiative zur Rückkehr zur alten Gebührenordnung an und stellt sie als Befreiung der Bewohner von der „schädlichen Politik von Gerasimovski und der SDS” dar. Parteirhetorik beiseite, bleibt der Fakt: Stadt und POC haben seit über 10 Tagen nicht auf die Frage von Journalisten geantwortet, ob sie die Forderungen der Bürger überhaupt geprüft haben. Wenn eine Institution schweigt, während Bürger Petitionen unterschreiben, ist das Schweigen selbst eine Antwort - nur nicht die, nach der die Menschen fragen.