„Wir haben gültige Tickets und kommen nicht mal nach Hause”: Wut im Zentrum von Skopje über neue Parkgebühren
05.06.2026
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23.04.2026
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12.04.2026
Wenn ein ausländischer Botschafter öffentlich sagt, er sei von etwas in deinem Land „schockiert”, ist das meist kein Kompliment. EU-Botschafter Mihalis Rokas besuchte die Deponie von Struga und warnte, das Problem verlange eine dringende Reaktion - weil die Deponie zu nah an Wohngebieten, am Fluss Crn Drim, an der Wasserversorgung und am Ohridsee liegt. Mit anderen Worten: Müll einen Schritt von dem entfernt, was wir auf die Postkarten drucken.
„Das Problem ist groß und kann nicht allein auf die langfristige Lösung warten”, urteilte Rokas mit Blick auf das in Novaci geplante regionale Abfallsystem. Er forderte dringende Maßnahmen, während die regionale Anlage gebaut wird. Übersetzt: Schöne Zukunftspläne helfen nicht, während die Deponie heute neben einem UNESCO-geschützten See wächst.
Und sie wächst buchstäblich. Der Umweltaktivist Gligorie Katoski warnte, die Deponie sei von rund 22 Metern Höhe 2021 auf heute rund 30 Meter gewachsen, und fordert die komplette Verlegung und Rekultivierung des Geländes. Neun Meter aufgehäufter Abfall in knapp fünf Jahren - ein Tempo, das kein „langfristiger Plan” einholen kann, wenn er nicht sofort beginnt.
Strugas Bürgermeister Mendi Ćura behauptet, es gebe ein Koordinierungsgremium für die regionale Deponie, die Mittel seien gesichert und eine Ausschreibung werde bald erwartet. Versprechen, die der Balkan gut kennt. Die Frage ist einfach: Kommt die Ausschreibung, bevor oder nachdem die Deponie das Wasser erreicht? Denn der Ohridsee wartet nicht auf Koordinierungsgremien - und ist er einmal verschmutzt, bringt ihn keine Ausschreibung zurück.
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