Skip to content

Von Zadar nach Dubrovnik: 350 Kilometer dalmatinische Küste, die der Balkan in Reichweite hat

1 Min. Lesezeit
Teilen
Von Zadar nach Dubrovnik: 350 Kilometer dalmatinische Küste, die der Balkan in Reichweite hat

Es gibt Reisen, die sich in Kilometern messen, und Reisen, die sich in Ausblicken messen. Die Küstenstraße von Zadar nach Dubrovnik ist Letzteres - über 350 Kilometer entlang der dalmatinischen Küste, mit Kurven über einem türkisfarbenen Meer, mittelalterlichen Städten auf Schritt und Tritt und Inseln, aufgereiht, als hätte sie jemand absichtlich verstreut. Für einen Balkanreisenden gibt es noch einen Bonus: All das ist ein paar Stunden mit dem Auto entfernt, ohne Flugzeug und ohne ferne Visa.

Die Straße beginnt in Zadar, einer Stadt, in der römische Ruinen und Renaissancekirchen mit dem als Altstadt bekannten alten Viertel zusammenleben. Von hier sind die Inseln Pag und Dugi Otok in Reichweite, mit Stränden, die eher einer Postkarte als der Realität gleichen, sowie Bergschluchten für alle, die sich die Beine vertreten wollen, bevor sie am Meer weiterfahren.

Die nächste Station ist Trogir - ein Städtchen, umgeben von Mauern aus dem fünfzehnten Jahrhundert, mit einer eleganten Kathedrale und einer Architektur, in der sich der venezianische Einfluss an jeder Ecke lesen lässt. Die gesamte Altstadt steht unter UNESCO-Schutz, und das nicht zufällig: Wenige Orte tragen auf so kleinem Raum so viele Schichten Geschichte.

Dann kommt die Natur ganz groß heraus. Der Nationalpark Krka mit seinen Wasserfällen und die nahen Kornaten - fast unbewohnte Inseln, wo Kalksteinfelsen direkt in ein blaues Meer fallen - sind Teil einer Landschaft, die man schwer vergisst. Ein wenig weiter liegt Ston, bekannt für seine Austernfarmen, für alle, die den Geschmack des Ortes auch am Tisch prüfen wollen.

Split ist das Herz der Straße. Die Stadt ist um den Diokletianpalast herum gebaut - einst die Residenz des römischen Kaisers, heute eine lebendige Stadt mit Läden, Restaurants und antiken Mauern, durch die die Menschen gehen, als wäre es völlig normal, in einem Palast aus dem dritten Jahrhundert zu leben. Von hier öffnen sich auch Ausflüge zu den Inseln Brač, Hvar, Korčula und Mljet, jede mit eigenem Charakter.

Das Ende der Straße ist Dubrovnik - und ein wirkungsvolleres Finale gibt es kaum. Die Hauptstraße Stradun, die engen Gassen, die Kirche des heiligen Blasius, der Sponza-Palast und die berühmten Verteidigungsmauern sind das, weshalb die Stadt seit Jahrzehnten Touristen und Filmcrews anzieht. Ein Rat aus Erfahrung: Brechen Sie früh auf und hetzen Sie nicht. Diese Straße ist nicht zum Rasen - jede Bucht an ihr verlangt, dass Sie wenigstens auf einen Kaffee halten.