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30 Tage Haft für Bogoev: 1.800 Euro Bestechung für einen 300.000-Tender - wie viele ähnliche blieben unbemerkt?

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30 Tage Haft für Bogoev: 1.800 Euro Bestechung für einen 300.000-Tender - wie viele ähnliche blieben unbemerkt?

Der frühere Direktor der Zollverwaltung, Stefan Bogoev, landete zusammen mit drei weiteren Verdächtigen in 30-tägiger Haft - wegen Missbrauchs bei der öffentlichen Beschaffung und Bestechung. Das Grundstrafgericht in Skopje akzeptierte die Gründe der Staatsanwaltschaft: Fluchtgefahr und Gefahr der Beeinflussung von Zeugen.

Die Anklage betrifft einen manipulierten Tender für die externe sanitäre Instandhaltung von Grenzübergängen und Terminals, im Zeitraum Juli 2023 - März 2024. Laut Staatsanwaltschaft bevorzugten die Verdächtigen einen bestimmten Wirtschaftsteilnehmer und schränkten den Wettbewerb ein, wodurch die ausgewählte Firma einen unrechtmäßigen Gewinn von 18.479.692 Denar erzielte.

Die Zahl, die am meisten ins Auge sticht, ist eine andere - das angebliche Schmiergeld, das Bogoev erhielt, beläuft sich auf 111.600 Denar (etwa 1.800 Euro). Für so viel, behauptet die Staatsanwaltschaft, wurde eine Amtsposition zur Verfügung gestellt und ein Tender im Wert von rund 300.000 Euro gestaltet.

Neben Bogoev sind auch der frühere stellvertretende Direktor im Zoll, ein Firmeninhaber und ein Angestellter derselben Firma in Haft. Staatsanwältin Iskra Hadživasileva bewertete die Maßnahmen angesichts der Beweise als „gerechtfertigt und verhältnismäßig".

Bogoev ist kein zufälliger Name - ein früherer Bürgermeister von Karpoš und ein Funktionär. Und genau deshalb wird der Fall durch ein politisches Prisma gelesen, unabhängig davon, worum es tatsächlich geht. Die Frage, die für den Bürger bleibt, ist einfacher als die Politik: Wenn 1.800 Euro Bestechung einen 300.000-Tender formen, wie viele ähnliche Arrangements blieben über die Jahre unbemerkt - und warum taucht ausgerechnet dieses jetzt auf?