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Fünf Throne, die auf ihre Besitzer warten, an einem Ort: Wer zur Beisetzung von König Harald am 9. September kommt

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Fünf Throne, die auf ihre Besitzer warten, an einem Ort: Wer zur Beisetzung von König Harald am 9. September kommt

Norwegens König Harald V. starb am 28. August im Alter von 89 Jahren. Die Beisetzung ist für den 9. September in Oslo angesetzt, und die Gästeliste sagt bereits mehr über die Zukunft der europäischen Monarchien aus als jedes Protokolldokument. An einem Ort, im selben Saal, werden fast alle stehen, die Europa in den nächsten fünfzig Jahren regieren werden.

Ingrid Alexandra aus Norwegen, Amalia aus den Niederlanden, Christian aus Dänemark, Elisabeth aus Belgien und Estelle aus Schweden. Fünf Namen, fünf Throne, die auf sie warten. Keiner von ihnen regiert bisher, und alle zusammen lassen sich bereits fotografieren, als wäre das eine normale Sache - weil sie es für sie ist.

Harald war so etwas wie ein Großvater der ganzen Nation, und das ist keine Floskel aus einer offiziellen Mitteilung. Er war der König, der als Erster die Idee annahm, dass eine Monarchie nicht durch Distanz getragen wird, sondern durch Anwesenheit. Darin war er seiner Zeit voraus, und die norwegische Gesellschaft zahlte es ihm mit einer Loyalität zurück, die kein Referendum je gemessen hat.

Der schwedische Hof kommt vollzählig

Carl XVI. Gustaf und Königin Silvia, Kronprinzessin Victoria, die Haralds Patenkind ist, und die kleine Estelle - Schweden schickt keine Delegation, sondern eine Familie. Die Blutsbande zwischen den skandinavischen Höfen sind so, dass die Beisetzung eher einem Familientreffen gleicht als einem Staatsakt. Das ist ein Privileg, das kein Präsident hat: Wenn er stirbt, kommen keine Verwandten aus vier Staaten.

Aus Japan kommt Kronprinz Akishino. Das ist keine Kleinigkeit - der japanische Hof reist selten, und noch seltener zur Beisetzung eines europäischen Monarchen. Wenn er es tut, heißt das, die Verbindung ist persönlich, nicht zeremoniell.

Operation K und der Preis einer Beisetzung

Oslo hat einen Sicherheitsplan namens Operation K aktiviert. Wenn so viele Thronfolger und regierende Monarchen an einem Ort zusammenkommen, ist Sicherheit keine Formalität - es ist eine logistische Operation im Ausmaß eines Gipfels. Der norwegische Steuerzahler wird die Rechnung nicht im Detail sehen, und niemand wird sie einfordern.

Was nach dem 9. September bleibt, ist ein Bild: fünf junge Menschen, keiner älter als Mitte zwanzig, die genau wissen, wann und was sie erben werden. In einer Region, in der jede politische Nachfolge über eine Kampagne, ein Gerichtsverfahren oder eine Stimmenauszählung geregelt wird, wirkt diese Gewissheit wie etwas von einem anderen Planeten. Ob sie Vorteil oder Last ist - diese Frage haben sie selbst noch nicht beantwortet.