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230 Meter Asphalt für 4 Millionen Denar in Bitola: Was genau sind diese „objektiven Gründe" für die Verzögerung?

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230 Meter Asphalt für 4 Millionen Denar in Bitola: Was genau sind diese „objektiven Gründe" für die Verzögerung?

Die Gemeinde Bitola hat heute die Asphaltierung der Straße „Kozara" abgeschlossen. Länge - 230 Meter. Wert - 4 Millionen Denar aus dem Gemeindehaushalt. Vor dem Asphalt wurden Wasser- und Kanalnetz erneuert, bezahlt vom Verkehrsministerium. Die Straße gehört zu einem Projekt über vier Straßen beim Gesundheitszentrum.

Die Zahlen sind sauber und überprüfbar, und genau deshalb lohnt das Nachrechnen. Vier Millionen Denar für 230 Meter bedeuten rund 17.400 Denar je laufenden Meter Asphalt. Ist das teuer oder billig? Keine einzige Gemeinde in Mazedonien veröffentlicht eine Preisliste, an der ein Bürger vergleichen könnte. Die Ausschreibung ist öffentlich, den Vergleich gibt es nicht.

Aus der Gemeinde Bitola heißt es, „aus objektiven Gründen" habe sich das Umsetzungstempo verlangsamt. Diesen Satz kennt jeder auswendig, der auf einer Baustelle lebt. Welche objektiven Gründe? Ein säumiger Auftragnehmer, fehlendes Material, eine unbezahlte Rechnung, eine Planänderung? Die Formulierung ist genau so gewählt, dass sie nichts Konkretes bedeutet und trotzdem nach Erklärung klingt.

Es folgen „11. März" und „Pande Nikolov". Die Menschen in Bitola kennen den Rhythmus bereits - die Straße wird aufgegraben, die Wasserleitung getauscht, dann kommt eine Pause, dann Asphalt, dann ein Foto. Das Problem ist nicht die Reihenfolge, sondern dass zwischen Aufgraben und Asphalt Monate vergehen, in denen niemand mit einem Datum antwortet.

Eine asphaltierte Straße ist eine gute Nachricht. Aber eine gute Nachricht wird erst dann zur Rechenschaft, wenn eine Frist danebensteht. Wann sind die anderen drei Straßen fertig? Das ist die einzige Frage, die noch auf eine Antwort wartet.