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Der Bodenbrunnen am Platz wird zerlegt: Unter den 100-Kilo-Betonplatten steckten Kunststoffträger

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Der Bodenbrunnen am Platz wird zerlegt: Unter den 100-Kilo-Betonplatten steckten Kunststoffträger

Der Bodenbrunnen am Platz „Makedonija” wird zerlegt. Die Betonplatten sind herausgehoben und rund um die Konstruktion aufgereiht, auf dem Platz arbeitet ein Bagger - ein Bild, das eher an eine Baustelle erinnert als an den meistbesuchten Ort in Skopje.

Der Bürgermeister von Skopje, Orce Gjorgjievski, teilte mit, es handle sich um eine grundlegende und dauerhafte Sanierung. Die Ausrüstung sei spezialisiert, in Deutschland hergestellt, und die Automatisierung verlange präzise Abstimmung und die vollständige Wiederherstellung der Funktionalität.

Das interessanteste Detail ist das, was bisher unter den Platten steckte. Die bestehende tragende Unterkonstruktion bestand aus Kunststoffträgern, die Betonplatten von rund 100 Kilogramm je Element hielten. Kunststoff unter hundert Kilo Beton, auf einem Platz, den täglich Zehntausende überqueren.

Diese Träger werden nun durch eine neue Konstruktion aus Edelstahlprofilen ersetzt, ausgelegt für deutlich höhere mechanische Belastungen. Ersetzt werden auch die beschädigten Platten auf dem Abschnitt vom Tor „Makedonija”.

Gjorgjievski sagte offen, der Brunnen sei „wegen jahrelanger Vernachlässigung dem Verfall überlassen worden”. Ein Eingeständnis, das man sich merken sollte.

Der Bodenbrunnen entstand als Teil des Projekts „Skopje 2014” und wurde 2015 in Betrieb genommen. Über die Jahre wurde er mehrfach beschädigt, nachdem Lastwagen und andere schwere Fahrzeuge darüber gefahren waren - was kaum überrascht, wenn man weiß, was ihn von unten trug.

Also: ein Jahrzehnt, in dem ein Brunnen am Hauptplatz verfiel, unter dem Gewicht von Fahrzeugen brach und nun eine komplette Sanierung mit importierter Technik braucht. Die Frage ist nicht, ob es gut ist, dass jetzt repariert wird - das ist es. Die Frage ist, wer ihn mit Kunststoffträgern plante, wer die Arbeiten abnahm und was er damals kostete.

Der Brunnen werde wieder ein Ort für Treffen, Kinderspiel, Fotos und Spaziergänge sein, verspricht der Bürgermeister. Wahrscheinlich wird er das. Die Frage ist, wie lange - und ob jemand zur Verantwortung gezogen wird, falls sich die Geschichte in zehn Jahren wiederholt.