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Gedenktafel für Ciborowski im Alten Basar: der Mann, der Nein zur Auslöschung des alten Skopje sagte

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Gedenktafel für Ciborowski im Alten Basar: der Mann, der Nein zur Auslöschung des alten Skopje sagte

Um 5 Uhr 17, am 26. Juli 1963. In zwanzig Sekunden hörte Skopje auf, in jener Form zu existieren, die die Menschen kannten. Ein Erdbeben der Stärke 6,1 auf der Richterskala, 1.070 Tote, rund 3.000 Verletzte, über 200.000 Bürger ohne Zuhause. Dreiundsechzig Jahre später wurde im Alten Skopjer Basar eine Gedenktafel für einen Mann enthüllt, der dafür kämpfte, dass dieser Basar bleibt.

Der polnische Stadtplaner Adolf Ciborowski gehörte zu den internationalen Experten, die am Wiederaufbauplan der Stadt arbeiteten. Er leitete die Projektarbeit der Vereinten Nationen zum Wiederaufbau Skopjes, an den strategischen und den gesellschaftlichen Entwicklungsplänen. Der japanische Architekt Kenzo Tange entwarf die markante „Stadtmauer” und das zentrale Stadtgebiet.

Der Mann, der Nein zur Auslöschung sagte

Das ist der Teil, der selten erzählt wird. Als ein Teil der Vorschläge vorsah, den historischen Stadtkern durch vollständig moderne urbane Lösungen zu ersetzen, setzte sich Ciborowski dafür ein, das historische Erbe in die neue Vision der Stadt einzubauen.

Der Bürgermeister von Čair, Izet Mexhiti, nannte die Tafel Ausdruck des Dankes für diese Vision und für den Beitrag zum Erhalt des Alten Skopjer Basars, der eine der wichtigsten historischen, kulturellen und identitätsstiftenden Werte Skopjes bleibt. Skopjes Bürgermeister Orce Gjorgjievski bezeichnete die Tafel als kleinen, aber bedeutenden Akt der Dankbarkeit gegenüber einem Mann, der half, den Geist des Basars zu bewahren. Anwesend war auch Ciborowskis Enkelin Julia, die sagte, Geschichte solle dem Aufbau einer modernen Zukunft dienen.

Dreiundsechzig Jahre später

Es lohnt sich, kurz bei der Frage zu bleiben, was diese Tafel heute bedeutet. Ein Ausländer kämpfte in einer dem Erdboden gleichgemachten Stadt dafür, ihren ältesten Teil nicht auszulöschen - zu einer Zeit, als „modern” das stärkste Argument in jeder Baudiskussion war. Hätte er verloren, wäre der Basar heute ein Parkplatz oder ein Verwaltungsblock.

Seit 1963 ist Skopje ein globales Symbol der Solidarität - Hilfe kam aus aller Welt, und die Stadt richtete sich wieder auf. Zum Jahrestag gibt es die Ausstellung „63 Jahre - Skopje '63” im Stadtmuseum und das Konzert „Skopje, meine Freude” im Stadtpark.

Das Datum 26. Juli bleibt im kollektiven Gedächtnis der Stadt eingraviert. Nicht wegen der Zahl der Toten, sondern wegen dessen, was danach kam - und wegen Menschen, die wie Ciborowski darauf bestanden, dass Wiederaufbau nicht Auslöschung heißt. Diese Lehre kann jede künftige Stadtregierung von der Tafel im Basar ablesen, wenn sie will.