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Schnee auf Pelister und Musala mitten im Juli: von 26 auf 12 Grad an einem Tag

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Schnee auf Pelister und Musala mitten im Juli: von 26 auf 12 Grad an einem Tag

Auf dem Gipfel des Pelister, 2.601 Meter über dem Meer, fiel Schnee. Mitten im Juli. Der Nationalpark Pelister bestätigte, dass wechselhaftes Wetter und niedrige Temperaturen den Regen in Schnee verwandelten.

Das Foto stammt von Mitarbeitern der Station des nationalen Rundfunks auf dem Gipfel. Aus dem Park heißt es, der Pelister sei als König der Berge Mazedoniens weiterhin unberechenbar und mächtig. Schnee in den Sommermonaten auf den höchsten Teilen des Pelister ist nichts Neues - die Bedingungen in dieser Höhe ändern sich auch in den heißesten Monaten schlagartig.

Die Zahlen aus Bitola zeigen den Unterschied besser als jede Beschreibung. Am Vortag um 17 Uhr wurden 26 Grad gemessen. Am nächsten Tag zur selben Stunde nur noch 12 Grad, Tendenz weiter fallend. Die halbe Wärme war in 24 Stunden verschwunden.

Dasselbe geschah auf der Musala, dem höchsten Gipfel des Balkans. Die höheren Lagen des Rila-Gebirges wurden von leichtem Schnee weiß, und Bulgariens Wetterdienste riefen in 10 Regionen die gelbe Warnstufe für Gewitter aus. Auf 1.200 Metern lag das Maximum bei etwa 13 Grad, auf 2.000 Metern bei rund 8, in den höchsten Lagen fielen die Temperaturen auf etwa null.

In derselben Woche also, in der man unten Schatten und Klimaanlagen sucht, fällt auf zwei Balkangipfeln Schnee und weht Nordwind. Das ist kein Beleg für oder gegen irgendetwas - Bergwetter war immer sein eigener Herr. Aber es erinnert daran, wie schmal der Grat zwischen Sommertag und Winterszene auf dem Balkan ist. Und wie leicht das unterschätzt wird, wenn jemand im kurzen Hemd auf den Berg steigt.

Wer dieser Tage einen Ausflug auf den Pelister oder ins Rila-Gebirge plant, sollte zweimal auf die Prognose schauen. Der Sturz von 26 auf 12 Grad fühlt sich auf 2.601 Metern anders an als in Bitola.