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Češinovo-Obleševo sammelte die abgestürzten Störche ein: zwei sind schon flugbereit

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Češinovo-Obleševo sammelte die abgestürzten Störche ein: zwei sind schon flugbereit

Das Unwetter, das Ostmazedonien traf, hinterließ eingestürzte Dächer, zerstörte Fassaden und Schäden in Millionenhöhe. Es hinterließ auch etwas Kleineres und Leiseres - junge Störche, die rund um Štip und Kočani aus den Nestern gefallen waren, ohne Nest und ohne Chance.

Mitarbeiter der Gemeinde Češinovo-Obleševo fanden sie und nahmen sie auf. Täglich versorgen sie die Tiere mit Pflege, Futter und Wasser, bis diese vollständig genesen sind. Zwei der Jungstörche sind bereits flugbereit, bei den übrigen läuft die Pflege weiter, bis sie in die Natur zurückkehren und sich ihrem Schwarm anschließen können.

Der Storch ist für diesen Teil Mazedoniens kein beliebiger Vogel. Er ist das Symbol der Region, jener Vogel, der jeden Sommer auf denselben Schornstein zurückkehrt und an dem die Menschen erkennen, dass das Dorf noch lebt. Wenn von diesem Vogel ein paar abgestürzte Junge im Hof der Gemeinde übrig bleiben, ist das ein symbolisches Bild, nicht nur ein biologisches.

Bürgermeister Jordanče Kostadinov kündigte an, künftig ein Pflegezentrum für diese geschützte Art zu bauen, damit die Gemeinde bei ähnlichen Naturkatastrophen effizienter und professioneller reagieren kann. Die Gemeinde richtet zudem einen offenen Aufruf an die Bürger, bei Pflege und Fütterung der Jungstörche zu helfen.

Eine Gemeinde, die Leute dafür bezahlt, abgestürzten Störchen Wasser zu bringen, rettet kein Ökosystem - im großen Bild des Artenschutzes ist das eine Kleinigkeit. Aber es ist genau die Kleinigkeit, die Institutionen sonst nicht tun, weil niemand sie einfordert und niemand sie messen wird. Deshalb lohnt die Erwähnung.

Das Vogelzentrum wird, wenn es denn gebaut wird, zum Test: War das eine Lösung oder nur eine gute Woche? Bis dahin sind zwei Jungstörche, die wieder über Češinovo-Obleševo aufsteigen, Nachricht genug.