Augenoperationen doppelt abgerechnet, bis zu 4.000 Geschädigte: Die Verstöße waren bekannt, die Strafen kamen nie
30.10.2026
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23.04.2026
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12.04.2026
Eine Million Denar. So viel wird nach ersten Schätzungen die Reparatur der Dachkonstruktionen der Grundschule „Vanche Prke“ und des Kindergartens „Vera Ciriviri-Trena“ in Shtip kosten, nachdem das Unwetter vom 21. Juli über die Ostregion gezogen ist. Das ist die Rechnung für zwei kommunale Einrichtungen. Die eigentliche Rechnung wird gerade erst zusammengestellt.
Der Wind, der diese Schäden verursachte, erreichte 134 Kilometer pro Stunde. Am härtesten traf es das Klinische Krankenhaus in Shtip, wo bis heute die eingestürzte Dachkonstruktion und der Bauschutt beseitigt werden. Danach muss das Dach dringend vollständig erneuert werden.
Die Folge ist nicht nur baulicher Natur. Das Klinische Krankenhaus Shtip informierte am Mittwoch alle Krankenhäuser und Gesundheitszentren der Ostregion, in den kommenden Tagen keine Patienten mit Knochenbrüchen an die dortige Orthopädie zu überweisen. Ein Wind mit 134 Kilometern pro Stunde hat also die orthopädische Abteilung eines Regionalkrankenhauses abgeschaltet, Patienten werden umgeleitet. Wer wissen will, was „kritische Infrastruktur“ bedeutet: das ist die Definition.
Im benachbarten Probishtip sieht es ähnlich aus, nur verteilt auf sehr viel mehr Adressen. Bürgermeister Toni Tonevski teilte mit, in der Gemeinde seien über 100 Schadensmeldungen von Bürgern eingegangen. Der Großteil betrifft beschädigte Hausdächer, Nebengebäude, Garagen, Vordächer, Fassaden und beschädigte Fahrzeuge. Auch öffentliche Gebäude und Institutionen sind betroffen.
Die Schadenskommissionen sind in beiden Gemeinden bereits im Einsatz. Die Gemeinde Shtip stellt klar, dass sich die eine Million Denar nur auf die Einrichtungen in ihrer Zuständigkeit bezieht - die Summe für die Bürgermeldungen steht erst fest, wenn die Kommission vor Ort war. Ministerpräsident Hristijan Mickoski rief Bürger mit Sachschäden auf, diese bei den kommunalen Kommissionen zu melden, um entschädigt werden zu können.
Der Aufruf ist korrekt und notwendig. Doch zwischen „melden Sie den Schaden“ und „das Geld ist ausgezahlt“ liegt auf dem Balkan oft eine Distanz, die in Jahren gemessen wird. Die Frage, die man sich für September merken sollte: Wie viele dieser über 100 Meldungen in Probishtip werden mit einer tatsächlichen Auszahlung abgeschlossen - und wie viele bleiben ein Protokoll in der Schublade? Die Geschichte der Unwetterentschädigungen hierzulande nährt keinen übertriebenen Optimismus.
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