Kokain unter einem Teddybären in Brest bei Skopje: „größere Menge” ist alles, was wir erfahren haben
27.07.2026
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Wind mit 130 Kilometern pro Stunde hat in Skopje Hunderte Bäume umgeworfen. Die genaue Zahl kennt niemand. Erste Meldungen sprachen von 189 gefallenen Bäumen, doch auch diese Zahl erwies sich als viel zu bescheiden - allein auf dem Stadtfriedhof in Butel fielen rund 80, in Karpoš und Aerodrom geht die Zahl in die Hunderte.
Die Stadt Skopje erklärt, wohin das ganze Holz geht. Laub, kleine Äste und der übrige Pflanzenabfall werden zur Deponie Drisla gefahren. Größere Stämme und Holzmasse gehen an den städtischen Park- und Grünflächenbetrieb, wo sie gelagert und für die weitere Verwendung vorbereitet werden.
Die Pläne sind konkret: Aus dem Holz sollen Pavillons für den Vodno entstehen, Stadtmobiliar, Bänke und Zäune. Ein Teil landet als Brennholz bei sozial schwachen Familien, über eine Zusammenarbeit mit dem Roten Halbmond und der humanitären Organisation St. Spas. Im Stadtpark, wo Dutzende alte Bäume beschädigt wurden, sollen 60 neue Ahorn- und Eschensetzlinge gepflanzt werden.
Das ist ein gut durchdachter Plan, und das gehört gesagt, wenn etwas gut durchdacht ist. Ein Baum, der gefallen und zersägt ist, muss ohnehin irgendwohin - besser in eine Bank oder in den Ofen einer Familie, die kein Brennholz bezahlen kann, als verrottend auf der Deponie.
Trotzdem: 60 Setzlinge gegen Hunderte gefallene Bäume ist ein Verhältnis, das für sich spricht. Ahorn und Esche, die Schatten werfen wie das, was da umfiel, brauchen dreißig bis vierzig Jahre. Das ist keine Kritik am Pflanzen. Es ist eine Erinnerung daran, wie teuer jeder alte Baum ist, den man verliert - ob durch Sturm oder durch eine Baugenehmigung.
Am fünften Tag nach dem Unwetter wurde in Karpoš noch aufgeräumt. Bäume, die den Verkehr blockierten, kamen zuerst weg; jene in Grünflächen mussten warten. Die Priorität ist logisch. Doch die Zahl der Bäume, die nicht in die Stadt zurückkehren, bleibt die einzige Zahl dieser Geschichte, zu der es keine Mitteilung gibt.
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