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Deutschlands Autoriesen streichen Stellen: VW baut bis zu 100.000 Arbeitsplätze ab

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Deutschlands Autoriesen streichen Stellen: VW baut bis zu 100.000 Arbeitsplätze ab

Der Motor der europäischen Wirtschaft hustet, und zwar laut. Deutschlands Autoriesen - Volkswagen, BMW und Mercedes-Benz - beginnen den größten Umbau ihrer Geschichte, mit Entlassungen, die in Zehntausenden von Arbeitsplätzen gemessen werden.

Die Zahlen sind brutal. Volkswagen plant, bis zu 100.000 Arbeitsplätze von insgesamt rund 625.000 Beschäftigten zu streichen und bis 2030 vier Werke in Deutschland zu schließen. BMW rechnet mit bis zu einer Milliarde Euro Umbaukosten und einem möglichen Abbau von 10.000 Stellen, bei einer Senkung der europäischen Produktion um 15 Prozent. Mercedes-Benz strich die Sommerboni, verzeichnete 5.500 freiwillige Abgänge und drängt auf eine Rückkehr zur 40-Stunden-Woche.

Die Ursache hat einen Vor- und Nachnamen: die chinesische Konkurrenz. Zum ersten Mal nahmen chinesische Hersteller wie BYD und Chery im Mai gemeinsam über 10 Prozent des europäischen Marktes ein, während die Deutschen Anteile verlieren - trotz eines Gesamtwachstums des Absatzes auf dem Kontinent von vier Prozent.

Für den Balkan ist das keine ferne Nachricht. Die deutsche Autoindustrie ist direkter oder indirekter Arbeitgeber für Tausende Menschen in der Region - über Teilefabriken, Zulieferer und unsere Leute, die dort arbeiten. Wenn Volkswagen niest, kann eine ganze Lieferkette von Skopje bis Štip einen Schnupfen bekommen. Die Frage ist, ob hier überhaupt jemand verfolgt, was geschieht, oder ob es uns wie immer erwischt - unvorbereitet.