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Skopje bekommt die ersten 100 von 150 Elektrobussen, doch das alte Netz hält an manchen Standorten die Last nicht aus

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Skopje bekommt die ersten 100 von 150 Elektrobussen, doch das alte Netz hält an manchen Standorten die Last nicht aus

Von den 150 neuen Elektrobussen gehen die ersten 100 nach Skopje. Bis diese Quote erfüllt ist, werden keine Busse an andere Gemeinden ausgeliefert. Das bestätigte Bürgermeister Orce Gjorgjievski unter Berufung auf Minister Nikoloski und den Premierminister. Die Beschaffung sei abgeschlossen, der Vertrag unterschrieben, die Lieferfrist laufe.

Die Stadt Skopje, der Verkehrsbetrieb JSP und der Netzbetreiber EVN bereiten nun die Ladeinfrastruktur an drei Standorten vor: am Neuen Bahnhof, in Avtokomanda und in Gjorče Petrov. Und hier kommt der weniger feierliche Teil der Nachricht. „Teilweise handelt es sich um ein altes Netz, das die Kapazität nicht aushält, deshalb erneuern wir das Netz, und teilweise müssen Umspannwerke gebaut werden, damit alles funktioniert“, erklärte Gjorgjievski.

Anders gesagt: Die Busse sind bestellt, das Netz, das sie laden soll, wird erst noch erneuert. Der Bürgermeister versichert, die Teams seien bereits vor Ort und die Stadt werde bereit sein, wenn die erste Lieferung kommt. Schaffen es die Umspannwerke vor den Bussen? Oder stehen nagelneue Elektrobusse in der Garage und warten auf Strom, den es nicht gibt?

Beim selben Briefing sprach Gjorgjievski auch über den Boulevard „Cvetan Dimov“ in Čair, für den bis Jahresende eine Ausschreibung erwartet wird. Vorentwurf und Projektunterlagen werden gerade erstellt, das ist Aufgabe der Gemeinde Čair. Die Stadt Skopje muss das Geld bereitstellen und die Enteignungen durchführen. Das Projekt werde zuerst den Bürgern vorgestellt, so der Bürgermeister. In Vorbereitung ist auch ein Fußgängerübergang am Bit Pazar.

Die Menschen in Skopje warten seit Langem auf besseren Nahverkehr, und die neuen Busse werden elektrisch und leiser sein. Doch wenn die erste Lieferung im Depot steht, weil ein Umspannwerk fehlt, gibt es eine weitere Geschichte, in der der Staat die Lösung gekauft hat, bevor er den Boden dafür bereitet hat.