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Handball heute: Schweden und Ungarn um den Titel, Pelister in schwerer Gruppe, Mazedonien verliert gegen Polen

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Handball heute: Schweden und Ungarn um den Titel, Pelister in schwerer Gruppe, Mazedonien verliert gegen Polen

Schweden und Ungarn spielen um den Junioren-Europatitel

Die Junioren-Europameisterschaft (U20) in Rumänien hat ihr Finale: Schweden gegen Ungarn. Die Schweden kamen zuerst dorthin, nachdem sie die Dänen mit 38:35 im Halbfinale bezwungen hatten - ein Spiel mit vielen Toren und wenig Abwehr. Die Ungarn wiederum zerlegten Slowenien mit harter Abwehr am Sechsmeterraum und Torwart Laszlo Varadi-Szabo, der 10 Paraden anhäufte. Zur Halbzeit lag Slowenien schon vier Tore zurück (11:15), und nach der Pause baute Ungarn den Vorsprung nur aus. Zwei Nationalmannschaften, die jahrelang einen Kader aufbauen - während wir uns zu Hause, wie üblich, auf Generationen verlassen, nicht auf ein System.

Eurofarm Pelister zog eine schwere Gruppe in der European League

Die Auslosung für die EHF European League war nicht gnädig zu Bitola. Eurofarm Pelister, gesetzt dank Mazedoniens starkem Koeffizienten, landete in Gruppe G neben dem deutschen Gummersbach, dem spanischen La Rioja und dem polnischen Danzig - Vertreter zweier der stärksten Ligen Europas. Das neue Format hat diese Saison fünf Phasen: Gruppenphase, Play-off, Achtelfinale, Viertelfinale und das F4-Turnier. Die Gruppenphase läuft über sechs Runden, vom 29. September bis 2. Dezember. Die ersten zwei Teams jeder Gruppe ziehen ins Play-off ein. Für Bitola ist das ein Test auf europäischem Niveau - und genau solche Spiele zeigen, was heimischer Handball wert ist.

Das European-League-Finale bleibt bis 2027 in Hamburg

Die EHF hält das Finalwochenende der EHF European League weiter in Hamburg, in der Barclays Arena - und das zum vierten Mal in Folge. Die Veranstaltung für die Saison 2026/27 ist für den 22. und 23. Mai 2027 angesetzt. Hamburg festigt sich damit als Europas dritter großer Handballtempel, neben Köln (wo das Final Four der Champions League gespielt wird) und Budapest. Die Organisatoren sprechen von „neuen Höhen" und kommerziellem Wachstum mit Titelsponsoren. Handball lernt etwas, das andere Sportarten auf dem Balkan noch nicht begriffen haben: Kontinuität an einem Ort baut Tradition, und Tradition füllt die Ränge.

Mazedonien verliert gegen Polen nach einem Siebenmeter-Drama

Die männliche Junioren-Nationalmannschaft Mazedoniens (U20) erlitt eine unglückliche Niederlage gegen Polen bei derselben Europameisterschaft in Rumänien. Nach 28:28 in der regulären Zeit fiel die Entscheidung im Siebenmeter-Werfen, wo die Polen ruhiger waren und mit 32:33 jubelten. Und doch führten unsere Junioren den größten Teil des Spiels - sie hatten sogar ein Höchstmaß von +4 und zur Halbzeit +1 (16:15). Polen legte eine Serie von drei Toren zum 28:25 hin, doch mit dem Tor von Marin Krstevski vom Siebenmeter kam Mazedonien zum Ausgleich zurück. Krstevski war mit 7 Toren der Effektivste, während Torwart Nikolovski 16 Paraden sammelte. Nach dieser Niederlage spielt Mazedonien nun um Platz 19.

Dasselbe Rumänien, andere Schicksale: vom Finale zum Kampf um Platz 19

Dasselbe Turnier, dieselbe Halle, und wie unterschiedlich die Geschichten. Während Schweden und Ungarn um Gold spielen, kämpfen unsere Junioren um Platz neunzehn - und das ist kein Anlass zum Spott, sondern zu einer Frage. Der Unterschied zwischen uns und den Teams an der Spitze liegt nicht im Talent eines Kindes, sondern darin, dass sie ein System haben, das jedes Jahr produziert, während wir uns auf das Glück verlassen, dass eine Generation geboren wird. Krstevski und Nikolovski zeigten Charakter gegen Polen. Die Frage ist, ob jemand diese Funken nutzen wird - oder ob wir auf die nächste Generation warten, um dieselben Löcher erneut zu stopfen.