Eine wilde Deponie in Karpos wird zu einem 72.000-Quadratmeter-Megapark: neue "Lungen" für das verschmutzte Skopje
11.07.2026
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23.04.2026
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12.04.2026
"Nicht die Dinge selbst beunruhigen uns, sondern unsere Meinungen über sie" - der Satz ist fast zweitausend Jahre alt, gesprochen vom stoischen Philosophen Epiktet, geboren als Sklave. Und heute geben ihm Neurologie und Psychotherapie recht, auf eine Weise, die er sich nicht einmal hätte vorstellen können.
Die Idee ist einfach und unangenehm zutreffend: Zwischen dem Ereignis und unserer emotionalen Reaktion liegt ein Raum, und in diesem Raum entscheidet unsere Deutung alles. Zwei Menschen können dieselbe Bemerkung vom Chef bekommen - der eine erlebt sie als Angriff, der andere als Rat. Das Ereignis ist dasselbe. Die Geschichte, die wir uns darüber erzählen, ist eine andere.
Das ist nicht bloß Philosophieren. Donald Robertson, einer der führenden zeitgenössischen Kenner des Stoizismus, weist darauf hin, dass gerade die antiken Stoiker die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) inspirierten - eine der wissenschaftlich am besten belegten Psychotherapien von heute. Ihre Begründer, Albert Ellis und Aaron Beck, gaben zu, dass viele der von ihnen genutzten Werkzeuge von Philosophen lange vor ihnen erfunden wurden.
Warum wendet das Gehirn das so schwer an? Weil es, wie der Neurologe Rick Hanson sagt, "Klettverschluss für das Negative und Teflon für das Positive" ist - es hält Bedrohungen und Sorgen viel leichter fest als das Gute. Das ist eine evolutionäre Gewohnheit: Unsere Vorfahren überlebten gerade deshalb, weil sie gegenüber Gefahren wachsam blieben. Das Problem ist, dass dasselbe Gehirn eine echte Bedrohung nicht von einer eingebildeten unterscheidet - schon der Gedanke an ein schwieriges Gespräch hebt das Cortisol, als stünde der Feind bereits vor der Tür.
Hier kommt die Freiheit ins Spiel. "Zwischen dem Gedanken und der Reaktion liegt ein Raum. Und in diesem Raum wird die Freiheit geboren", sagt der Therapeut Toni Espigares. Das Ziel ist nicht, negative Gedanken auszulöschen - das geht nicht -, sondern sie zu beobachten, ohne sich mit ihnen zu identifizieren. Schlicht gesagt: Man muss nicht alles glauben, was einem durch den Kopf geht. Epiktet musste es auch nicht.
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