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Erdbeben der Stärke 2,5 in Skopje: Der Unterschied zwischen Magnitude und Intensität ist dort, wo die Panik beginnt

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Erdbeben der Stärke 2,5 in Skopje: Der Unterschied zwischen Magnitude und Intensität ist dort, wo die Panik beginnt

Um 21:54 Uhr am 2. August bebte Skopje. Kurz, aber spürbar. Das Seismologische Observatorium der Naturwissenschaftlich-Mathematischen Fakultät meldete ein Erdbeben mit einer lokalen Magnitude von 2,5 auf der Richterskala, mit Epizentrum im Skopjer Epizentralgebiet.

Die Bewohner Skopjes und der Umgebung spürten das Beben mit einer Intensität von III bis IV auf der Europäischen Makroseismischen Skala. Verletzte oder Sachschäden wurden nicht gemeldet.

Magnitude und Intensität sind nicht dasselbe - und genau hier entsteht die Panik

Zwei Zahlen im selben Text werden leicht verwechselt. Die Magnitude beschreibt die Energie des Bebens selbst und ist eine einzige Zahl für das gesamte Ereignis. Die Intensität zeigt, wie das Beben an einem bestimmten Ort wahrgenommen wurde und welche Wirkungen es hatte - sie fällt in verschiedenen Stadtteilen also unterschiedlich aus.

Deshalb widersprechen sich „2,5“ und „III bis IV“ nicht. Es war ein schwaches Beben, das ein Teil der Menschen als kurzes Schwanken, als Vibration oder als Geräusch wahrnahm.

Nach Angaben des Europäisch-Mediterranen Seismologischen Zentrums ereignete sich das Beben um 21:53 Uhr, mit Epizentrum rund 11 Kilometer nordöstlich von Skopje in 15 Kilometern Tiefe, in der Grenzregion zwischen Kosovo, Serbien und Mazedonien. Die Abweichung von einer Minute und der Unterschied bei der Ortsangabe zwischen beiden Institutionen ist normal - vorläufige Lokalisierungen werden korrigiert.

In Skopje ist das Wort „Erdbeben“ nie bloß eine Meldung

In einer anderen Stadt bliebe ein Beben der Stärke 2,5 eine kurze Abendmeldung. Hier nicht. Das kollektive Gedächtnis der Stadt kehrt bei jeder Erschütterung zum 26. Juli 1963 zurück - obwohl zwischen jener Katastrophe und dem schwachen Beben von heute Abend keinerlei Vergleich besteht, weder in der Stärke noch in den Folgen noch im Ausmaß.

Gerade wegen dieser Empfindlichkeit sind die ersten Minuten nach jedem Beben voller Anrufe, Nachrichten und Nachfragen, ob andere es auch gespürt haben. Das ist eine verständliche Reaktion. Problematisch ist, was bis dahin in die Lücke stößt - ungeprüfte Posts, falsch übertragene Zahlen und Schlagzeilen, die Magnitude mit Intensität verwechseln.

Das Observatorium veröffentlichte die Information, und sie stimmt. Die zuständige Institution beobachtet die seismische Aktivität weiter. Bei Naturphänomenen ist Genauigkeit stärker als Panik - und das ist das Einzige, was jeder von uns kontrollieren kann, wenn beim nächsten Mal die Gläser im Schrank klirren.