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EU drückt Tech-Giganten zur Wahrheit über den ökologischen Fußabdruck von Rechenzentren - 64 % wollen nicht reden

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EU drückt Tech-Giganten zur Wahrheit über den ökologischen Fußabdruck von Rechenzentren - 64 % wollen nicht reden

Die Europäische Union drückt Tech-Unternehmen, die Zahlen zum ökologischen Fußabdruck ihrer Mega-Rechenzentren offenzulegen. Die Begründung ist einfach. Die Direktorin der Europäischen Umweltagentur, Leena Ylä-Mononen, brachte es in einem Satz: „Was man nicht messen kann, kann man auch nicht steuern."

Warum explodiert das Problem gerade jetzt? Weil die EU plant, die Rechenzentrums-Kapazität in sieben Jahren zu verdreifachen, um bei der Entwicklung künstlicher Intelligenz wettbewerbsfähig zu bleiben. Heute verbrauchen Rechenzentren etwa 3 Prozent des gesamten Stroms der Union. In Irland sind es schon 20 Prozent - und genau das will Brüssel auf EU-Ebene vermeiden.

Und hier kommt das Paradox. Nur 36 Prozent der gesetzlich zur Meldung der Energieeffizienz verpflichteten Rechenzentren haben das auch getan. Der Rest versteckt sich hinter einer Vertraulichkeitsklausel, die laut europäischen Quellen nach Lobbyarbeit von US-Tech-Giganten - darunter Microsoft - eingefügt wurde. Das Ergebnis: 64 Prozent der größten Stromverbraucher müssen nicht sagen, wie viel.

Die regionalen Beispiele sind aufschlussreich. In Irland zeigte ein neuer Bericht von Friends of the Earth Ireland, dass Rechenzentren im vergangenen Jahr 22 Prozent des gesamten Stroms verbraucht haben - mehr als alle städtischen Haushalte zusammen. Laut der Studie zogen sie 715 Millionen Euro aus der irischen Wirtschaft ab und erhöhten die durchschnittliche Haushaltsrechnung zwischen 2015 und 2023 um 360 Euro. Mit anderen Worten, irische Familien zahlen leise eine „versteckte Steuer" über die Stromrechnung - für Infrastruktur, die den Konzernen gehört.

In der Nachbarschaft verbraucht das Rechenzentrum in Kragujevac derzeit 123 GWh pro Jahr, oder 25 Prozent des gesamten Verbrauchs der Stadt. Wenn es voll ausgebaut auf 56 MW läuft, wird es so viel Strom verbrauchen wie ganz Kragujevac ohne dieses Zentrum. Das sind 1-1,4 Prozent der gesamten jährlichen Stromerzeugung in Serbien. Ein Land, das gerade vom Stromexporteur zum Stromimporteur geworden ist, kann es sich im Winter nicht leisten, diese Zahlen zu ignorieren.

Für Mazedonien ist das ein direktes Signal. Wenn die EU strenge ökologische Vorschriften für Rechenzentren einführt (und das geschieht bis 2030), müssen unsere Energieressourcen darauf vorbereitet sein, diesem Druck standzuhalten. Die Frage ist, ob die Regierung eine Strategie für den Energiemix hat, oder ob wir warten, bis Probleme entstehen - so wie bei der Abwasserreinigung. Die Zahlen sprechen schon. In den nächsten 4 Jahren wird jede Entscheidung zu einem Rechenzentrum zu einer kritischen Entscheidung über die Energiebilanz.