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Zwischen den USA und Kanada öffnet eine Riesenbrücke: Kanada zahlte alles, teilt den Profit aber erst, wenn die Investition zurückgeflossen ist

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Zwischen den USA und Kanada öffnet eine Riesenbrücke: Kanada zahlte alles, teilt den Profit aber erst, wenn die Investition zurückgeflossen ist

Am 27. Juli öffnet eines der größten Infrastrukturvorhaben Nordamerikas - die Gordie-Howe-Brücke, die Windsor in Kanada und Detroit in den USA über den verkehrsreichsten Landgrenzübergang des Kontinents verbindet.

Durch den Korridor Windsor-Detroit laufen jeden Tag Waren im Wert von Hunderten Millionen Dollar, die neue Brücke ist also nicht nur Beton und Stahl, sondern die Lebensader einer ganzen Volkswirtschaft. Sie soll die Lieferketten festigen und den Warenfluss zwischen beiden Ländern erleichtern.

Interessant ist auch die Finanzierung. Kanada hat die gesamten Baukosten getragen, und Ottawa kassiert die Maut so lange, bis die Investition zurückgeflossen ist - erst danach erhält Michigan die Hälfte des Nettogewinns. Wenn ein Land alles zahlt und das andere später den Gewinn teilt, zeigt das, wer wirklich an das Projekt geglaubt hat.

Die Politiker teilen sich natürlich die Lorbeeren. Kanadas Infrastrukturminister sprach von "Partnerschaft und jahrelanger Planung", Michigans Gouverneurin von den "Tausenden Arbeitern, die die Brücke gebaut haben", und Trump wie üblich davon, dass er "einen viel besseren Deal für Amerika" herausgeholt habe. Eine Brücke, drei Versionen, wem sie gehört. Wenigstens wird sie am Ende jemand überqueren können - mehr, als sich über viele alte Infrastrukturprojekte bei uns sagen lässt.