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Russland veröffentlicht eine Rangliste seiner Feinde: Vier Balkanstaaten stehen darauf, und hier ist, wer den ersten Platz belegt

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Russland veröffentlicht eine Rangliste seiner Feinde: Vier Balkanstaaten stehen darauf, und hier ist, wer den ersten Platz belegt

Russland hat eine Rangliste seiner Feinde erstellt - buchstäblich, mit Ordnungszahlen - und vier Balkanstaaten sind darauf gelandet. Wer glaubt, die Region sei zu klein, um in die großen geopolitischen Rechnungen einzugehen, dem sagt diese Liste das Gegenteil.

Das russische Analyseportal, das die "Rangliste feindlicher Regierungen" veröffentlichte, setzte Deutschland auf den ersten Platz, gefolgt von Lettland, während sich Großbritannien und Estland den dritten teilen. Dann kommen Frankreich und eine Gruppe von Staaten auf dem fünften Platz - Polen, Finnland, Tschechien und Schweden. Die USA, die man üblicherweise als Moskaus Hauptgegner sieht, sind erst siebter, zusammen mit Belgien, Dänemark, Spanien und Italien.

Und wo ist der Balkan? Griechenland steht auf dem neunten Platz, und auf dem zehnten, geteilt, stehen Bulgarien, Luxemburg, Slowenien und Kroatien. Also sind vier Länder aus unserer unmittelbaren Nachbarschaft offiziell in Russlands Buch der "Feinde" eingetragen - was nicht nur Symbolik ist, sondern eine Botschaft darüber, wie Moskau die Region liest.

Der Grund für die gestiegenen Spannungen sind laut dem russischen Analysten Alexei Netschajew nicht einzelne Militärübungen oder scharfe Aussagen der Staatschefs, sondern etwas Dauerhafteres: "vorbereitete Stäbe, gut koordinierte Kooperationsmechanismen, neue Infrastruktur und militärische Fähigkeiten". Mit anderen Worten: Moskau fürchtet nicht ein einzelnes Ereignis, sondern das System, das um seine Grenzen herum aufgebaut wird - Übungen wie "Ramstein Flag" mit 18 teilnehmenden Ländern, die Marinemanöver "Baltops" und andere.

Für den Leser lohnt sich hier die Frage: Was bedeutet es, auf einer solchen Liste zu stehen? Für große Staaten ist es Teil des Machtspiels. Für kleine Länder wie die auf dem Balkan bringt der Eintrag in ein fremdes Feindesregister selten Nutzen und heißt oft, dass man zum Bauern in einer Abrechnung geworden ist, die nicht die eigene ist. Die Liste hat jemand anderes erstellt - aber die Folgen, wenn es eskaliert, tragen alle darauf gleichermaßen.