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Es gibt reiche Menschen, die alle kennen, und reiche Menschen, die absichtlich im Schatten bleiben - und meist sind es Letztere, die die meiste Macht haben. Scheich Mohamed bin Zayed Al Nahyan, Herrscher von Abu Dhabi und Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, gehört zur zweiten Gruppe. Laut einer Bloomberg-Analyse wird sein Vermögen auf unglaubliche 335 Milliarden Dollar geschätzt - eine Summe, die ihn zu den reichsten und mächtigsten Menschen des Planeten zählt.
Was ihn interessanter macht als einen gewöhnlichen Milliardär, ist die Art, wie er dieses Geld verwaltet. Hinter ihm steht ein Family Office, AC Limited, das Kapital in Giganten wie Amazon, Microsoft und Nvidia pumpt. Mit anderen Worten: Ein Teil der Unternehmen, die unseren Alltag prägen - vom Online-Einkauf bis zur künstlichen Intelligenz -, hat auch Kapital aus Abu Dhabi im Rücken. Macht, die nicht auf den Titelseiten auftaucht, aber überall ist.
Und hier kommt der Balkan-Faden ins Spiel. Laut derselben Analyse ist der Scheich ein enger Freund des serbischen Präsidenten Aleksandar Vucic, mit mehrfachen Besuchen in Belgrad und Gesprächen über wirtschaftliche Zusammenarbeit, Investitionen, Flugverkehr, Tourismus, Infrastruktur und Energie. Golf-Kapital ist für die Region längst keine ferne Geschichte mehr - es ist bereits da, in Projekten, von denen einige laut, andere leise gerühmt werden.
Es lohnt sich zu fragen, was eine solche Freundschaft für eine kleine Region bedeutet. Wenn ein Mann mit 335 Milliarden in dein Land investiert, tut er das selten aus Sympathie - Kapital will Rendite, Einfluss oder eine strategische Position. Das ist an sich nicht schlecht; doch der Bürger hat das Recht zu wissen, was im Gegenzug für diese Investitionen gegeben wird. Denn Geld aus dem Golf kommt mit Bedingungen, auch wenn die Bedingungen nicht auf einer Pressekonferenz aufgeschrieben werden.
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