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Trump droht dem Iran mit tausend Raketen: Wie viel davon ist Plan, und wie viel Show fürs heimische Publikum?

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Trump droht dem Iran mit tausend Raketen: Wie viel davon ist Plan, und wie viel Show fürs heimische Publikum?

Donald Trump hat erneut zur lautesten möglichen Drohung gegriffen: "Tausend Raketen sind bereit und auf die Islamische Republik Iran gerichtet, und Tausende weitere folgen, wenn die iranische Regierung etwas unternimmt." Der Anlass - ein angeblicher Plan für ein Attentat auf ihn.

Der amerikanische Präsident ließ über sein Netzwerk verlauten, die Befehle seien bereits erteilt und die Militärmaschinerie sei "vorbereitet, willens und fähig", alle Teile des Iran innerhalb eines Jahres vollständig zu zerstören. Eine Rhetorik, die apokalyptisch klingt - die wir bei Trump aber schon als Stil kennen und nicht immer als Ankündigung einer echten Aktion. Die Frage, die der nüchterne Leser stellt, lautet: Wie viel davon ist Plan, und wie viel Show fürs heimische Publikum?

Parallel zu den Drohungen kam ein konkreterer Schritt - neue Sanktionen. Im Visier steht Ali Ansari, ein iranischer Bankier mit Sitz in Dubai, sowie 13 Personen und Einrichtungen, die mit der Spitze der iranischen Macht verbunden sind, dazu drei Wechselstuben. Laut dem US-Finanzministerium nutzte Ansari öffentliches Geld, um im Ausland Immobilien und Geschäfte zugunsten der iranischen Behörden und der Revolutionsgarde aufzubauen. Sanktionen sind leiser als Raketen, aber oft stärker - Geld ist der Blutkreislauf jedes Regimes.

Teheran schwieg nicht. Der iranische Außenminister Abbas Araghchi warf den USA vor, mit den neuen Sanktionen das frühere Abkommen gebrochen zu haben, während der Chefunterhändler erklärte, der Iran sei zur "vollständigen Verteidigung" bereit und werde nicht kapitulieren. Beide Seiten reden in erhöhtem Ton, und zwischen ihnen steht ein brüchiger Waffenstillstand, über dessen bloße Existenz sie sich nicht einmal einig sind.

Warum geht uns das an? Weil eine Eskalation zwischen den USA und dem Iran nicht im Golf eingesperrt bleibt - sie trifft die Ölpreise, die Stabilität einer ganzen Region und die Nervosität der Märkte, die auch eine kleine Wirtschaft wie unsere spürt. Wenn zwei Große mit tausend Raketen spielen, zahlen die Kleinen am Rand immer die Folgen, selbst ohne einen einzigen Schuss abzugeben.