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Russen campieren vor den Tankstellen: Wie ukrainische Drohnen Russland ohne Kraftstoff ließen

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Russen campieren vor den Tankstellen: Wie ukrainische Drohnen Russland ohne Kraftstoff ließen

„Die militärische Spezialoperation läuft nach Plan", so lautet seit Jahren die offizielle Formel des Kreml. Doch die Realität an Russlands Tankstellen erzählt eine andere Geschichte. In Wolgograd zeigen Aufnahmen riesige Fahrzeugschlangen und Menschen, die buchstäblich neben den Zapfsäulen campieren - mit Zelten und Klapptischen, tagelang wartend, bis Kraftstoff eintrifft.

Die Ursache ist kein Geheimnis. Die Ukraine greift russische Raffinerien systematisch mit Drohnen an, und das mit Wirkung. Seit Anfang 2026 haben ukrainische Kräfte über 20 große russische Raffinerien getroffen - in Kirischi, Moskau, Rjasan und anderen Städten - und damit fast ein Viertel der gesamten russischen Ölraffineriekapazität ausgeschaltet. Ein Land, das der ganzen Welt Öl exportiert, kann plötzlich die eigenen Tanks nicht füllen. Größer könnte die Ironie kaum sein.

Die Krise schwappte von der besetzten Krim in die südrussischen Regionen über - Krasnodar, Rostow -, wo die Zapfsäulen versiegten und die Bürger panisch begannen, Lebensmittel und Grundbedarf zu horten. Der Kreml reagierte mit Notmaßnahmen: ein völliges Verbot von Dieselexporten, Beschränkungen bei Benzin und Kerosin, der Verkauf minderwertigen Kraftstoffs unter besserer Kennzeichnung und ein Limit von 20-30 Litern pro Fahrzeug.

Warum ist das auch für uns wichtig? Weil es zeigt, dass selbst die größte Militärmacht verwundbare Stellen hat und dass moderner Krieg auch gegen die Wirtschaft geführt wird, nicht nur an der Front. Wenn ein Staat seinen Bürgern Kraftstoff in Dosen wie in Kriegszeiten zuteilen muss - denn es ist Kriegszeit -, dann klingt die offizielle Formel „alles läuft nach Plan" immer mehr wie Spott gegenüber dem eigenen Volk. Und das Volk sieht es, wie überall - aus der Schlange vor der Zapfsäule.