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Erstmals seit Jahrzehnten wird eine Straße nach Gorno Orizari asphaltiert: Das Wort, das am schwersten wiegt, ist „erstmals“

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Erstmals seit Jahrzehnten wird eine Straße nach Gorno Orizari asphaltiert: Das Wort, das am schwersten wiegt, ist „erstmals“

Zum ersten Mal wird die Straße nach Gorno Orizari erneuert - eine Straße, die jahrzehntelang in katastrophalem Zustand war. Das Projekt der Stadt Skopje sieht rund 4.000 Quadratmeter neuen Asphalt, einen neuen Kinderspielplatz und einen komplett erneuerten Sportplatz für sichere Erholung von Kindern und Jugendlichen vor.

Skopjes Bürgermeister Orce Gjorgjievski kündigte an, die Sanierung werde den Bewohnern sichereres, leichteres und würdevolleres Vorankommen ermöglichen. Doch das Wort, das in der ganzen Geschichte am schwersten wiegt, ist nicht „Asphalt“ - es ist „erstmals“. Erstmals - nach Jahrzehnten.

Gjorgjievski ging direkt auf die jahrzehntelangen leeren Versprechen ein. Die Bewohner seien, wie er sagte, früher nur vor Wahlen besucht worden, mit Versprechen, die danach vergessen wurden. Statt falscher Versprechen wurde Handeln versprochen. Ob dieses Handeln die nächsten Wahlen überlebt - das ist die Frage, die die Menschen von Gorno Orizari wohl längst zu stellen gelernt haben.

Gorno Orizari, als Teil von Šuto Orizari, gehört zu den Vierteln, in denen die Grundinfrastruktur jahrelang behandelt wurde, als gäbe es sie nicht. Wenn eine Straße jahrzehntelang in „katastrophalem Zustand“ ist, geschieht das nicht über Nacht - es ist das Ergebnis einer langen Kette von Entscheidungen, die nie getroffen wurden, von Budgets, die woanders landeten, und von Prioritäten, in die manche Viertel schlicht nie hineinfielen. Der Asphalt heute ist willkommen. Die Frage ist, warum es so lange dauerte.