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Gostivar kommt nicht zur Ruhe: 127 neue Untersuchungen an einem Tag, in der Pädiatrie steigt die Zahl

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Gostivar kommt nicht zur Ruhe: 127 neue Untersuchungen an einem Tag, in der Pädiatrie steigt die Zahl

Zwei Wochen nach dem ersten Ansturm von Patienten mit Magen-Darm-Beschwerden in Gostivar sinken die Zahlen weiterhin nicht. Am 26. Juli führten das Allgemeine Krankenhaus „Dr. Ferid Murat” und das Gesundheitszentrum 127 Erstuntersuchungen wegen Symptomen einer Gastroenterokolitis durch, zwei Patienten wurden stationär aufgenommen.

Das sind zwei mehr als am Vortag, als 125 Erstuntersuchungen registriert wurden. Im Krankenhaus wurden 91 Patienten untersucht - 41 in der Infektionsabteilung und 50 in der Pädiatrie. Weitere 36 suchten das Gesundheitszentrum auf.

Fünfzig in der Pädiatrie. Diese Zahl sollte man sich merken, denn sie liegt zehn über dem Tageswert davor. Wenn sich die Lage bei Erwachsenen stabilisiert, bei Kindern aber steigt, bedeutet das in der Regel keine Entspannung.

Die Zahlen aus zwei Wochen

Vom 14. bis 26. Juli wurden in den beiden Gesundheitseinrichtungen in Gostivar insgesamt 4.197 Erstuntersuchungen registriert - 2.351 im Krankenhaus und 1.846 im Gesundheitszentrum. Die Zahl der Untersuchungen ist nicht dieselbe wie die Zahl der formell gemeldeten Fälle: Bislang wurden 833 Meldungen über eine Infektionskrankheit erstattet, 32 mehr als am Vortag. Die epidemiologischen Dienste befragten 563 Patienten, also rund 68 Prozent der Gemeldeten.

Bleiben wir bei der Differenz zwischen 4.197 Untersuchungen und 833 Meldungen. Das ist fast das Fünffache. Formal ist das erklärbar - nicht jede Untersuchung endet mit einer bestätigten Diagnose. Doch wenn eine Gemeinde in dreizehn Tagen über viertausend Erstuntersuchungen wegen derselben Symptomgruppe durchführt, ist die Statistik, die in den offiziellen Registern bleibt, jene mit 833.

Der Innenminister erklärte zuvor, das Wasser sei von Fäkalien gereinigt und könne zum Baden und Geschirrspülen genutzt werden, sei aber noch nicht zum Trinken oder Kochen geeignet. Die Behörden kündigen kontinuierliches Monitoring an, bis die Trinkwasserqualität bestätigt ist.

Also: Die Wasserversorgung einer Stadt in Mazedonien war mit Fäkalien verunreinigt, und zwei Wochen später darf man aus dem Hahn noch immer nicht trinken. Täglich bringen die Mitteilungen neue Zahlen zu Untersuchungen, Krankenhausaufnahmen und Befragungen. Was noch immer nicht mit Namen mitgeteilt wurde: wer zugelassen hat, dass Fäkalien in die städtische Wasserleitung gelangen.

Die Zahl der Untersuchungen wird sinken, so funktionieren Ausbrüche. Die Frage der Verantwortung sinkt nicht von selbst - die muss jemand weitertragen, bis sie beantwortet ist.