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Iran bietet 5, Amerika fordert 20: Der Nuklearbasar, auf dem beide Seiten bluffen

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Fünf Jahre Einfrieren des Nuklearprogramms - so viel bietet Teheran. Zwanzig Jahre fordert Washington. Irgendwo zwischen diesen Zahlen liegt ein Abkommen, das den Nahen Osten verändern könnte - oder ihn genau dort belässt, wo er ist.

Laut der "New York Times", die sich auf Details aus diplomatischen Treffen in Pakistan beruft, sind Iran und die USA von allgemeinen politischen Botschaften zu Gesprächen über konkrete Zeitrahmen für die Einstellung iranischer Nuklearaktivitäten übergegangen. Das bedeutet, die Verhandlungen sind in eine heikle Phase eingetreten - jene, in der Worte Gewicht bekommen.

Uran ist der Zankapfel

Washington besteht darauf, dass 440 Kilogramm auf 60 Prozent angereichertes Uran aus dem Iran exportiert werden. Teheran sagt, das Material bleibt im Land, bietet aber die Möglichkeit einer erheblichen Verdünnung an, um das Waffenrisiko zu beseitigen. Das Weiße Haus bestätigte, dass die Gespräche andauern und eine weitere Konsultationsrunde angestrebt wird, wobei das nächste Treffen für Donnerstag angesetzt ist.

Auf dem Papier sieht das nach Fortschritt aus. Aber wie viele solcher "historischen Abkommen" im Nahen Osten landeten in der Schublade? Angereichertes Uran ist die technische Frage. Die eigentliche Frage ist, ob Trump einen Deal als Vermächtnis oder als Druckmittel vor Wahlen will. Und Teheran? Teheran spielt immer auf Zeit.