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Fünf iranische Tanker an einem Morgen getroffen: Iran schlug gegen Jordanien zurück, nicht gegen den US-Zerstörer

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Fünf iranische Tanker an einem Morgen getroffen: Iran schlug gegen Jordanien zurück, nicht gegen den US-Zerstörer

Fünf iranische Tanker getroffen, einer gesunken. Das US-Zentralkommando teilte mit, seine Kräfte hätten vier Schiffe im Golf von Oman und ein weiteres bei der Insel Hormus angegriffen - nachdem Iran binnen zwei Tagen zweimal versucht hatte, einen amerikanischen Zerstörer mit ballistischen Raketen zu treffen.

Die von CENTCOM veröffentlichten Videos zeigen den Tanker M/T Riesco brennend und sinkend im Golf von Oman. Die amerikanische Botschaft lautet, die Besatzungen hätten vor den Angriffen den Befehl erhalten, die Schiffe zu verlassen, und kein US-Soldat sei verletzt worden. Also: Das Öl brennt, die Menschen sind beiseite geschafft, und der Krieg wird über Frachtschiffe geführt.

Die Vergeltung ging nach Amman, nicht nach Washington

Iran schlug nicht gegen das amerikanische Schiff zurück. Es feuerte Raketen auf Jordanien, mit der Behauptung, Ziel sei der Militärstützpunkt Muwaffaq Salti gewesen. Die jordanische Armee erklärte, ihre Luftabwehr habe 20 ballistische Geschosse abgefangen und 18 zerstört; zwei seien in unbewohntem Gebiet ohne Opfer eingeschlagen.

Hier lohnt ein Innehalten. Jordanien ist an dieser Auseinandersetzung nicht beteiligt - auf seinem Boden steht die Basis eines anderen, und das genügt, damit das Land an einem Morgen zwanzig Raketen abbekommt. Der Balkan kennt diese Logik auswendig: Wenn die Großen streiten, zahlt zuerst der Nachbar, der kein Stimmrecht hat.

Hormus ist wieder die Währung

Einer der getroffenen Tanker lag vier Meilen vor der Insel Charg, dem Exportnadelöhr des iranischen Öls. Ein weiterer wurde bei Dschask im Golf von Oman getroffen. Beide Besatzungen wurden gerettet. Von iranischer Seite kam zudem die Drohung mit Angriffen auf Tanker in den Häfen Bahrains und Kuwaits, samt der Aufforderung an alle Besatzungen, sofort zu evakuieren.

Außenminister Marco Rubio sagte es am deutlichsten: Jedes Mal, wenn Iran ein amerikanisches Kriegsschiff angreift, wird es Tanker verlieren. Das ist eine im Voraus geschriebene Rechnung, und beide Seiten wissen, was jeder Zug kostet.

Parallel verhängte die Trump-Regierung umfassende Sanktionen gegen die iranische Luftfahrt - 27 iranische Fluggesellschaften und neun Servicefirmen mit Verbindungen zur bereits sanktionierten Mahan Air, der vorgeworfen wird, die Revolutionsgarde zu beliefern. Die Angriffe sieht man auf Video; die Sanktionen wirken langsam und ohne Kameras, schnüren aber denselben Strukturen die Schlagader ab.

Der Golf von Oman und Hormus sind die Tür, durch die ein enormer Teil des Welterdöls fließt. Wenn diese Tür zu brennen beginnt, bleibt der Preis nicht dort, wo die Rakete einschlug. Ob das bis zu uns reicht, hängt davon ab, wie lange dieser Tausch von Tankern gegen Zerstörer weitergeht.