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Jayden Adams mit 25 Jahren gestorben, Tage nach der WM: Fußball schafft Helden über Nacht, weiß sie aber nicht zu schützen

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Jayden Adams mit 25 Jahren gestorben, Tage nach der WM: Fußball schafft Helden über Nacht, weiß sie aber nicht zu schützen

Vor nur wenigen Tagen sah ihn die Welt auf der größten Bühne. Jetzt ist er tot. Jayden Adams, der fünfundzwanzigjährige Mittelfeldspieler der Nationalmannschaft Südafrikas, wurde in Kapstadt tot aufgefunden, nur Tage nach seiner Rückkehr von der Weltmeisterschaft. Die Polizei hat eine Untersuchung eingeleitet, die Todesursache ist bislang unbekannt. Er hinterlässt eine fünfjährige Tochter.

Adams war kein zufälliger Name. Aufgewachsen in der Akademie von Stellenbosch, unterschrieb er 2020 seinen ersten Profivertrag und wechselte im Januar 2025 zu Mamelodi Sundowns, wo er den Meistertitel und die afrikanische Champions League gewann. Bei der WM spielte er alle drei Gruppenspiele, in einer Kampagne, in der Südafrika zum ersten Mal in seiner Geschichte weiterkam. Er spielte auch am Tag nach dem Tod seiner Großmutter - ein junger Mann, der wusste, was es heißt weiterzumachen, wenn es schmerzt.

Die Reaktionen kamen schnell und von ganz oben. Sportminister Gayton McKenzie sagte, der südafrikanische Fußball habe eines seiner hellsten jungen Talente verloren. FIFA-Präsident Gianni Infantino ließ wissen, der Star von Bafana Bafana und Sundowns werde zutiefst fehlen. Die Spielergewerkschaft nannte den Verlust „unermesslich". Wenn ein ganzes Land plötzlich von einem jungen Mann in der Vergangenheitsform spricht, kommen die Worte immer zu spät.

Es liegt etwas Grausames darin, wenn ein junger Mann den größten Traum einer Karriere durchlebt - eine Weltmeisterschaft - und dann das Leben zu Hause stehen bleibt, in der Stille, ohne Vorwarnung. Der Fußball weiß Helden über Nacht zu schaffen, aber nicht, sie zu schützen, wenn die Flutlichter erlöschen. Jayden Adams hatte ein ganzes Leben vor sich. Es bleibt nur die Frage, die jeder solche Abschied unbeantwortet lässt: wie, und warum gerade jetzt.