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Kadyrow wird keine Tschetschenen in den Iran schicken: Humanitaere Sorge oder kalkuliertes Spiel?

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Ramzan Kadyrow erklaerte oeffentlich, keine tschetschenischen Kaempfer zur Unterstuetzung des Iran im Konflikt mit den USA und Israel zu entsenden. Die Erklaerung ist ebenso unerwartet wie kalkuliert - Kadyrow spricht von "Bruedern", waehrend er die Konsequenzen sorgfaeltig abwaegt.

"Sie fuehren einen Kampf gegen unsere Brueder. Es betruebt mich zutiefst zu sehen, wie friedliche Buerger, Bewohner dritter Laender, Opfer dieser Konfrontation werden", sagte Kadyrow. Humanitaere Sorge von einem Mann, dessen Einheiten fuer Brutalitaet in der Ukraine bekannt sind - der Kontrast ist schwer zu schlucken.

Interessant ist, was Kadyrow nicht direkt sagte, aber deutlich betonte: Hilfe waere "voellig real", wenn die Angriffe nicht die benachbarten arabischen Laender treffen wuerden. Das Problem ist also nicht der Krieg - das Problem ist, wer leidet.

Generalleutnant Apti Alaudinow, Kommandeur der Einheit "Achmat", hatte zuvor Bereitschaft erklaert, Seite an Seite mit dem Iran zu kaempfen. Zwei entgegengesetzte Positionen von zwei tschetschenischen Fuehrern - was Risse in Russlands militaerischen und politischen Kreisen offenbart.

Moskau balanciert zwischen Teheran und der Realitaet des Nahen Ostens. Kadyrow tanzt den gleichen Tanz - loyal genug fuer den Kreml, "unabhaengig" genug fuer die muslimische Welt. Glaubt wirklich jemand, diese Erklaerung sei spontan und nicht eine praezise kalibrierte Botschaft?