Prozess um die „Lotterie“: 231 Beweise, aber bisher keine einzige Nachricht zwischen Grubi und Bajrami
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Im Juli haben die Teams des Skopjer kommunalen Unternehmens „Komunalna higiena” 15.735 Tonnen gemischten Siedlungsabfall aus Haushalten im Stadtgebiet aufgenommen und abtransportiert. Zusätzlich wurden 2.360 Kubikmeter unsachgemäß entsorgter Sperr- und Bauabfall entfernt.
Die größte Abfallmenge von öffentlichen Flächen und Verkehrsflächen - 255 Kubikmeter - wurde in der Gemeinde Kisela Voda eingesammelt. Die Öko-Patrouille stellte 11 Aufklärungs- und Informationsprotokolle an Bürger und juristische Personen aus, die beim Verstoß gegen das Gesetz über öffentliche Sauberkeit angetroffen wurden.
Elf Protokolle in einem Monat, in einer Stadt mit einer halben Million Menschen. Diese Zahl kommentiert sich selbst.
Was immer noch auf den Gehwegen liegt
In der Mitteilung heißt es, auch organischer Abfall, der nach dem Unwetter vom 21. Juli auf öffentliche und Verkehrsflächen fiel, sei entfernt worden. Der Satz stimmt, ist aber unvollständig.
Seit dem Unwetter sind zwei Wochen vergangen. In fünfzehn Minuten stürzten in der Hauptstadt laut offiziellen Angaben rund 200 Bäume um. Die meisten wurden auf die Gehwege oder die Grünstreifen daneben geschoben. Einige wurden von ihren Ästen befreit. Stapel von Ästen, Sträuchern und Stämmen liegen seit dem 21. Juli unberührt.
Kein städtisches Unternehmen, auch keines in Zuständigkeit der Gemeinden, hat genug Gerät, um so viele Bäume zu heben und abzutransportieren. Das ist eine reale Tatsache und niemandes persönliche Schuld.
Aber das Eingeständnis dieser Tatsache sollte irgendwohin führen. Zwei Wochen nach einem Unwetter, das als das stärkste seit Jahren gilt, geht der Skopjer auf dem Weg zur Arbeit noch immer am selben Asthaufen vorbei.
Die Rechnung, die niemand aufmachte
Die 15.735 Tonnen sind eine Zahl für einen normalen Juli. Es drängt sich die Frage auf, wie hoch sie ausgefallen wäre, hätte man auch die Unwetterreste eingesammelt - und was das über die Kapazität des Systems aussagt.
„Komunalna higiena” macht ihren Teil. „Parks und Grünflächen” macht seinen. Die Gemeinden ebenso. Jeder hat seinen Teil, und am Ende liegt der Baum auf dem Gehweg, weil der Teil des einen genau dort endete, wo der des anderen hätte beginnen sollen.
Das sieht die Stadt jeden Tag, und die Berichte erfassen es nicht. Der Bericht sagt 15.735 Tonnen. Die Straße sagt, die Äste liegen noch da.
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