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Die Krankenkasse erweiterte die Medikamentenliste: der echte Test ist nicht, wie viele auf einer Pressekonferenz hinzukommen, sondern ob der Patient sie in der Apotheke findet

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Die Krankenkasse erweiterte die Medikamentenliste: der echte Test ist nicht, wie viele auf einer Pressekonferenz hinzukommen, sondern ob der Patient sie in der Apotheke findet

Der Krankenversicherungsfonds erweitert die Liste der Medikamente, die er auf eigene Kosten erstattet, und Direktor Saso Klekovski trat auf, um die Fragen rund um die erweiterte Positivliste zu klären. Zu den neuen Medikamenten, die ab Juli in die Erstattung des Fonds fallen, gehören auch Clexane und Fraxiparine - Präparate zur Verhinderung von Blutgerinnseln.

Für Patienten, die diese Medikamente nutzen, ist die Nachricht konkret und gut: Was sie bisher aus eigener Tasche zahlten, deckt nun zumindest teilweise die Versicherung. Bei Therapien, die langfristig eingenommen werden, kann der Unterschied zwischen "vom Fonds erstattet" und "aus eigener Tasche" Hunderte Euro pro Jahr bedeuten - Geld, das für viele Familien nicht klein ist.

Aber jede Erweiterung der Liste wirft auch Fragen auf. Welche Medikamente kommen hinein, welche bleiben draußen? Nach welchen Kriterien wird entschieden? Und was ist mit Patienten, deren Therapien noch nicht auf der Liste stehen, obwohl sie lebenswichtig sind? Die Positivliste ist eine der direktesten Verbindungen zwischen Staat und der Gesundheit des Bürgers - und genau deshalb verdient jede Änderung Aufmerksamkeit, nicht nur eine Mitteilung.

Das Gesundheitssystem im Land kämpft seit Jahren mit denselben Problemen - Medikamentenmangel, Wartezeiten, ungleicher Zugang. Die Erweiterung der Liste ist ein Fortschritt, und das sollte man anerkennen. Aber der echte Test ist nicht, wie viele Medikamente auf einer Pressekonferenz hinzukommen, sondern ob der Patient sein Medikament wirklich in der Apotheke findet, wenn er es braucht. Versprechen sind leicht. Ein voller Medikamentenschrank ist schwerer.