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Elf grüne Zertifikate in Kruševo - bezahlt hat die Schweizer Botschaft, nicht das System

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Elf grüne Zertifikate in Kruševo - bezahlt hat die Schweizer Botschaft, nicht das System

Elf Betriebe aus Kruševo tragen bereits ein Zertifikat für grünes Wirtschaften der internationalen Organisation Green Destinations. Nicht elf Absichtserklärungen, nicht elf Kooperationsmemoranden - elf Firmen, die eine Prüfung durchlaufen haben und ein Papier bekamen, das im Ausland etwas bedeutet.

Diese Zahl lohnt sich mit einem anderen Maßstab zu messen: In wie vielen mazedonischen Gemeinden könnten Sie zertifizierte Betriebe aufzählen, ohne bei null zu landen?

Was genau vorgestellt wurde

Bei der Veranstaltung in Kruševo wurden der Zertifizierungsprozess der Stadt als grüne Destination vorgestellt, die Arbeit des Vereins „Kruševo Green” zur Reaktivierung des Touristischen Informationszentrums, die digitale Plattform „Erlebe Kruševo” sowie die Ankündigung einer verbesserten Abfallwirtschaft gemeinsam mit Pakomak. Der kommunale Betrieb wird eine Abfallpresse für effizienteres Sortieren aufstellen.

Der Privatsektor aus Kruševo wird diese Geschichte auf der Konferenz „Green Destinations” im slowenischen Kranj präsentieren.

Wer zahlt

Das ist nicht von selbst gewachsen. Hinter dem Prozess steht die Schweizer Botschaft über ihr Programm zur Steigerung der Beschäftigungsfähigkeit am Markt, das Kruševo seit über einem Jahrzehnt unterstützt. Laut den Angaben bei der Veranstaltung arbeitet die Schweiz seit dreißig Jahren mit Mazedonien zusammen und hat rund 370 Millionen Schweizer Franken investiert.

Bürgermeister Čoneski sagt, Kruševo beweise, dass Abenteuer, Kultur und Nachhaltigkeit sich zu einem einzigartigen touristischen Produkt verbinden lassen. Die stellvertretende Botschafterin Harari erinnerte daran, dass die Schweizer Unterstützung für Kruševo seit mehr als zehn Jahren läuft.

Die Frage, die bei der Veranstaltung nicht gestellt wurde

Die ganze Geschichte ist gut - und genau deshalb lohnt eine Frage. Wenn ein ausländischer Partner eine einzige Gemeinde ein ganzes Jahrzehnt lang begleitet, damit es zu Zertifikaten, einer Plattform und einer Abfallpresse reicht: Was macht das heimische System in dieser Zeit?

Kruševo ist eine kleine Stadt mit großer Geschichte und echtem touristischem Potenzial. Wenn das Modell dort funktioniert, gibt es keinen Grund, warum es nicht in zehn weiteren Gemeinden funktionieren sollte. Es sei denn, das Modell ist gar kein Modell, sondern eine Botschaft, die lange genug an einem Ort geblieben ist.

Das Ziel ist, dass Kruševo das ganze Jahr über arbeitet, nicht nur in der Saison. Das ist die richtige Ambition. Bleibt abzuwarten, ob sie weitergetragen wird - oder ein Beispiel bleibt, über das auf Konferenzen gesprochen wird.