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Derselbe Hahn, zwei Tage, zwei gegensätzliche Befunde: Wasser in Demir Kapija verboten

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Derselbe Hahn, zwei Tage, zwei gegensätzliche Befunde: Wasser in Demir Kapija verboten

Zwei Wasserproben, entnommen an derselben Messstelle, an zwei aufeinanderfolgenden Tagen. Zwei verschiedene Institutionen. Zwei gegensätzliche Ergebnisse.

Die Probe vom Montag, analysiert vom Institut für öffentliche Gesundheit in Skopje, zeigte, dass das Wasser die Vorgaben der Trinkwasserverordnung nicht erfüllt. Die Probe vom Dienstag, analysiert vom Zentrum für öffentliche Gesundheit in Veles, zeigte, dass das Wasser dieselben Vorgaben erfüllt.

Daraufhin verhängten der kommunale Betrieb „Bošava” und die örtlichen Behörden in Demir Kapija ein vollständiges Verbot: Wasser aus dem städtischen Netz darf weder getrunken noch zur Zubereitung von Speisen verwendet werden. Das Verbot gilt, bis die endgültigen Ergebnisse der Super-Analyse vorliegen, angesetzt für Montag.

Die Entscheidung ist richtig - und genau deshalb beunruhigend

Wenn zwei Messungen sich widersprechen, ist ein Verbot der einzig vernünftige Schritt. Niemand darf dem Zufall überlassen, ob das Wasser, das mehrere tausend Menschen trinken, einwandfrei ist. In diesem Sinne hat der Betrieb genau richtig gehandelt.

Doch die Situation selbst wirft eine Frage auf, die größer ist als Demir Kapija. Wenn zwei akkreditierte Zentren für öffentliche Gesundheit im Abstand eines Tages gegensätzliche Befunde vom selben Hahn liefern, dann funktioniert etwas in der Kette - die Probenahme, der Transport, die Methode, das Netz selbst - nicht verlässlich.

Eine von drei Antworten muss stimmen

Entweder war das Wasser am Montag schlecht und hat sich bis Dienstag selbst gereinigt. Oder einer der beiden Befunde ist falsch. Oder die Wasserqualität schwankt von Tag zu Tag so stark, dass eine einzelne Messung überhaupt nichts bedeutet.

Jede der drei Möglichkeiten verlangt eine andere Lösung, und keine davon ist eine gute Nachricht.

Der Kontext, den man nicht überspringen darf

Dieses Verbot fällt in dieselbe Woche, in der in Gostivar endlich eine Krise endete, in der zweiundzwanzig Tage lang fäkal verunreinigtes Wasser floss und über 5.000 Menschen mit gesundheitlichen Beschwerden endeten.

Demir Kapija ist nicht Gostivar, und es gibt keinen Grund, beide Geschichten zu einer zu verschmelzen. Der Unterschied zählt: Hier kam das Verbot, bevor jemand erkrankte, nicht drei Wochen danach. Das ist der Unterschied zwischen einem System, das reagiert, und einem, das sich entschuldigt.

Bis Montag kochen die Bewohner ihr Wasser ab. Und warten auf ein drittes Gutachten zu etwas, das sie seit dem ersten hätten wissen sollen.