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West-Nil-Fieber: Gazi Baba sprüht außerplanmäßig, Bitola hat alle regulären Behandlungen abgeschlossen

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West-Nil-Fieber: Gazi Baba sprüht außerplanmäßig, Bitola hat alle regulären Behandlungen abgeschlossen

Die Gemeinde Gazi Baba hat wegen der gestiegenen Zahl registrierter West-Nil-Fieber-Fälle eine dringende zusätzliche Bekämpfung erwachsener Mücken durchgeführt. Die Behandlung erfasste kritische und vorrangige Standorte, das vorbeugende Vorgehen wird in den kommenden Tagen fortgesetzt.

„Die Abteilung für Schutz und Rettung hat in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für öffentliche Gesundheit an mehreren Standorten in der Gemeinde Gazi Baba eine dringende zusätzliche Adultizid-Sprühung im Freien durchgeführt”, teilte Bürgermeister Boban Stefkovski mit. Es gebe keinen Grund zur Panik, doch Vorsicht und Verantwortung seien nötig.

Der Appell an die Bürger ist konkret: keine Behälter und Flächen mit stehendem Wasser in Höfen, auf Terrassen und rund um die Häuser stehen lassen, denn das sind ideale Brutplätze für Mücken.

Bitola reagiert auf eine Epidemie in Skopje

Die Geschichte endet nicht in Skopje. Die Gemeinde Bitola kündigte eine zusätzliche außerordentliche Sprühung an, obwohl dort bis zum 9. August bereits alle regulären Maßnahmen umgesetzt waren - drei Larvizid- und drei Adultizid-Behandlungen, laut Daten des Zentrums für öffentliche Gesundheit Bitola.

Grund für die zusätzlichen Maßnahmen ist die ausgerufene West-Nil-Fieber-Epidemie in einem Teil des Skopjer Stadtgebiets. Die zusätzliche Larvizid-Behandlung in Bitola ist für den 19. August angesetzt, die Adultizid-Behandlung vom 23. bis 27. August.

Die Larvizid-Behandlung greift die Larven an den Brutplätzen an, die Adultizid-Behandlung zielt auf erwachsene Mücken. Die Kombination ist Standard, und in den Lehrbüchern steht, dass sie funktioniert - wenn sie rechtzeitig erfolgt.

Genau darin liegt der Punkt. Bitola hat alle geplanten Behandlungen abgeschlossen und muss trotzdem außerplanmäßige durchführen, weil andernorts eine Epidemie ausgerufen wurde. Das heißt: Der Plan war für eine normale Saison gemacht, und die Saison ist nicht normal. Mücken erkennen keine Gemeindegrenze, das Budget für die Bekämpfung erkennt sie offensichtlich an.

Die Bürger werden erneut aufgerufen, stehendes Wasser aus Höfen, von Terrassen, aus Blumentöpfen und Behältern zu entfernen, Fliegengitter an Fenstern und persönlichen Schutz gegen Stiche zu nutzen. Der Rat lohnt sich. Doch wenn der Staat die Prävention auf den Besitzer des Blumentopfs abwälzt, ist die Frage berechtigt, was die Institution im Juni getan hat.