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Der Rechnungsprüfungsbericht legt Komunalna Higiena offen: 12 Millionen Euro Schulden und 60 Prozent der Fahrzeuge außer Betrieb

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Der Rechnungsprüfungsbericht legt Komunalna Higiena offen: 12 Millionen Euro Schulden und 60 Prozent der Fahrzeuge außer Betrieb

Jeden Morgen, wenn überquellende Container die Menschen in Skopje empfangen, sieht die Geschichte wie ein lokales Problem aus - ein Lastwagen, der nicht kam, Müll, der sich angehäuft hat. Doch der Abschlussbericht des Staatlichen Rechnungshofs zeigt, dass das Problem nicht in einem einzigen Morgen steckt, sondern im gesamten System. Von insgesamt 189 speziellen Kommunalfahrzeugen des öffentlichen Unternehmens „Komunalna Higiena - Skopje” waren nur 76 fahrtüchtig. Der Rest - 113 Fahrzeuge oder rund 60 Prozent des Fuhrparks - ist defekt oder Totalschaden.

Die Zahl allein sagt viel, doch der Kontext macht sie noch schwerer. Das Durchschnittsalter der Fahrzeuge liegt bei 15 Jahren. Ganze 40 Prozent der Ersatzteile sind veraltet, manche stammen noch aus dem Jahr 2009. Mit anderen Worten: Das ist kein Unternehmen, das plötzlich in die Krise geriet - es ist ein Unternehmen, das seit Jahren vor aller Augen zerfällt, während die Zuständigen wegsahen.

Zwölf Millionen Euro Schulden

Das Finanzbild ist noch düsterer. „Komunalna Higiena” trägt Verbindlichkeiten von fast 12 Millionen Euro, eine verringerte Liquidität und verspätete Zahlungen an Lieferanten, die Strafen und das Risiko gesperrter Konten mit sich bringen. Die Prüfer stellten außerdem ungewisse Forderungen von rund 2 Millionen Euro fest sowie Ausrüstung im Wert von etwa 472.000 Euro, die überhaupt nicht erfasst ist - die Eigentumsverhältnisse gehen auf eine Teilung von 1992 ohne ordentliche Dokumentation zurück.

Und wenn der eigene Fuhrpark nicht funktioniert, wird das Loch mit Fremdpersonal gestopft: 2024 wurden 354 Arbeiter über eine private Agentur angeheuert. Statt in eigene Fahrzeuge und eigene Beschäftigte zu investieren, fließt das Geld also in das vorübergehende Flicken eines Zustands, der sich seit Jahren verschlechtert. Ein Modell, das jemandem nützt - aber gewiss nicht dem Bürger von Skopje, der eine Rechnung für eine Leistung zahlt, die er oft nicht bekommt.

Die Prüfer empfehlen eine umfassende Strategie zur Modernisierung des Fuhrparks, zugeschnitten auf das Arbeitsaufkommen und auf den Bedarf an einem Dienst rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche, sowie ein dauerhaftes System zur Überwachung der technischen Tauglichkeit und der Kosten. Empfehlungen, die vernünftig klingen - aber genau so viel wert sind, wie sie umgesetzt werden.

Die Frage, die bleibt, ist nicht, warum die Container voll sind. Die Frage ist, wer dafür geradesteht, dass ein städtisches Unternehmen jahrelang in Schulden und kaputte Lastwagen versinkt und niemand rechtzeitig Alarm schlug. Der Prüfbericht ist nicht das Ende der Geschichte - er ist nur der Beweis, dass das Problem bekannt ist. Was fehlt, ist Verantwortung, und die kann kein Bericht allein erzwingen.