Eine Familie fuhr in den Griechenland-Urlaub, nur ein Kind kommt nach Hause: Tragödie auf Chalkidiki
16.07.2026
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Noch ein digitales Portal, noch ein Aufruf „registrieren Sie sich”. Die Gemeinde Centar bewirbt ihr GIS-Portal - eine Plattform, über die die Bürger, wie Bürgermeister Goran Gerasimovski verspricht, an einem Ort schnellen und transparenten Zugang zu den kommunalen Diensten und Informationen haben werden. Die Idee ist gut. Die Frage ist, wie immer bei solchen Werkzeugen, ob es zum Leben erwacht oder zu einem weiteren Symbol auf dem Bildschirm wird, das niemand öffnet.
Was das Portal auf dem Papier bietet, klingt tatsächlich nützlich. Über es können die Bürger, so die Gemeinde, den Nachrichten, kulturellen Veranstaltungen und öffentlichen Ausschreibungen folgen, sich über laufende und geplante Infrastrukturarbeiten informieren, aber auch an Umfragen, Konsultationen und Bürgerforen teilnehmen. Mit einer einfachen Registrierung erhält, wie Gerasimovski betont, jeder Zugang zu einem breiten Spektrum digitaler Dienste.
Interessanter sind die konkreten Module. Das Portal umfasst eine Ansicht der detaillierten Bebauungspläne - genau das, was im Fall von Vodno und Barutana dieser Tage heftige Debatten auslöst. Dazu kommen ein Modul für Kindergärten, die Möglichkeit, Anträge elektronisch einzureichen, eine 3D-Ansicht der Stadt, ein grünes Kataster und Daten zur öffentlichen Infrastruktur. Wenn all das wie vorgesehen funktioniert, ist es ein Schritt zu Offenheit, der sich lohnt.
Und genau hier liegt der eigentliche Test. Transparenz misst sich nicht an der Zahl der Werbemitteilungen, sondern daran, ob ein Bürger, der sehen will, was in seinem Viertel geplant ist, das tatsächlich mit ein paar Klicks findet. Digitale Werkzeuge in unseren Gemeinden werden zu oft mit Fanfaren gestartet und bleiben dann halb leer, mit veralteten Daten und Modulen, die nicht funktionieren.
Deshalb verdient das Portal sowohl Lob als auch Aufmerksamkeit. Lob - weil jeder Versuch einer Institution, dem Bürger näherzukommen, willkommen ist. Aufmerksamkeit - weil sich sein Wert erst dann beweist, wenn der erste Bürger versucht, einen Antrag elektronisch einzureichen oder den Bebauungsplan für seine Straße einzusehen, und eine Antwort bekommt und keine leere Seite. Bis dahin ist das GIS-Portal ein Versprechen. Es bleibt, ein Werkzeug zu werden.
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