Fan-S.-Noli-Straße in Čair fertig asphaltiert: Der wahre Test ist nicht das Band, sondern der erste Winter
27.06.2026
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Eine Nachricht, die zugleich schmeichelt und schmerzt. Laut einer Analyse des Statistischen Bundesamts ist Makedonien das günstigste Reiseziel in Europa für deutsche Bürger. Unterkunft und Gastronomie sind im Schnitt 52 Prozent günstiger als in Deutschland - eine Leistung, die dort 100 Euro kostet, kostet bei uns nur 48.
Damit liegt Makedonien vor Bulgarien (47 Prozent günstiger), Montenegro (39 Prozent) und weit günstiger als Portugal und Tschechien. Am anderen Ende stehen Island, teurer um ganze 49 Prozent, Norwegen und die Schweiz. Für einen Deutschen mit deutschem Gehalt ist unser Land ein fast kostenloses Abenteuer.
Doch hier kommt der Teil, der schmerzt. Genau diese Preise, die einem Ausländer wie ein Geschenk erscheinen, sind für den durchschnittlichen makedonischen Lohn eine ganz andere Geschichte. Was für den deutschen Touristen „günstig" ist, ist für den heimischen Ohrid-Besucher oft Luxus. Denn günstig ist nicht absolut - es hängt davon ab, an wessen Gehalt man es misst.
Und da ist der Spiegel, in den wir selten schauen wollen. Ein Land, das „das günstigste für Touristen" ist, ist zugleich ein Land, in dem die eigenen Bürger sich kaum einen Urlaub leisten können. Tourismus bringt Geld, gewiss - aber wenn sich die ganze Strategie auf „wir sind billig" reduziert, lautet die Frage, ob wir Gastfreundschaft verkaufen oder nur niedrige Preise, und wer am Ende die Differenz bezahlt.
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