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Trump droht mit 100-Prozent-Zöllen wegen Steuern auf Tech-Giganten: Wenn Elefant gegen Elefant kämpft, leidet das Gras

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Trump droht mit 100-Prozent-Zöllen wegen Steuern auf Tech-Giganten: Wenn Elefant gegen Elefant kämpft, leidet das Gras

Donald Trumps Handelskriege bekommen eine neue Front - diesmal gegen Europa gerichtet. Der US-Präsident drohte mit Zöllen von 100 Prozent für jedes Land, das eine Steuer auf Amerikas Tech-Giganten erhebt. „Jedes Land, das eine solche Steuer einführt, wird sofort mit einem hundertprozentigen Zoll auf jedes Produkt belegt, das es in die USA exportiert", verkündete Trump.

Die Drohung kommt in einem heiklen Moment - bis zum 4. Juli soll ein neues Handelsabkommen zwischen den USA und der EU stehen, das bereits Zölle von 15 Prozent auf den Großteil der europäischen Exporte vorsieht. Die Digitalsteuer blieb in den Verhandlungen ein offener Punkt. Großbritannien etwa erhebt seit 2020 eine zweiprozentige Steuer auf digitale Dienste.

Brüssel blieb nicht stumm. „Einseitige Maßnahmen gegen legitime EU-Politik sind ungerechtfertigt. Werden solche Schritte unternommen, wird die EU rasch und entschlossen reagieren, um ihre Rechte und ihre regulatorische Autonomie zu schützen", sagte EU-Kommissionssprecher Olof Gill. Übersetzung: Wir haben auch Zölle, falls nötig.

Für eine kleine Wirtschaft wie unsere sind solche Zusammenstöße zwischen Giganten keine ferne Nachricht - sie verschieben die Preise, die Lieferketten und die Investitionen, von denen wir abhängen. Wenn Elefant gegen Elefant kämpft, leidet das Gras, sagt das alte Sprichwort. Und die europäisch-amerikanische Handelsspannung ist genau ein solcher Zusammenstoß, bei dem die Länder am Rand der EU die Folgen spüren, aber selten ein Wort beim Ausgang haben.