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Ministerium behauptet, Obst- und Gemüsepreise seien gefallen - 30 Teams kontrollieren Supermärkte, Mehrwertsteuersenkung im Raum

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Das Wirtschaftsministerium behauptet, zwischen dem 10. und 20. Mai seien Kontrollen in allen Supermarktketten durchgeführt worden - und es gebe bereits eine Preissenkung bei Obst und Gemüse. Minister Besar Durmishi beschreibt das Bild: 30 Teams im Einsatz, Marginalprüfung, Möglichkeit einer Mehrwertsteuersenkung, falls Aufschläge bestätigt werden.

Uff. Klingt ähnlich wie „wir haben 30 Experten mit Mikroskopen" - nur müssen diese Mikroskope auch in die Supermärkte schauen, die vor 5 Jahren mit Parteibeziehungen eröffnet wurden. Realität? Laut amtierendem Minister erreichte die Inflation im April 5,7 Prozent, mit 8 Prozent Anstieg bei Lebensmittelpreisen. Und Durmishi legt die Last nicht auf die Händler. Er legt sie auf die „vorige Regierung" und den „Krieg im Iran". „Ohne den Krieg im Nahen Osten wäre die Inflation 2 Prozent", behauptet er.

Vielleicht. Aber der Krieg im Iran legt keinen Kohl und Salat in die Regale von Skopjes „Vero". Die kommen aus dem mazedonischen und regionalen Markt. Wenn der Minister behauptet, das seien „Importe - keine Margen", was ist dann der Sinn von 30 Teams im Einsatz? Und wenn der Befund lautet, dass es überhöhte Margen gibt - wer wird bestraft? Wurde in den letzten 30 Jahren in Mazedonien jemals eine Handelskette für undurchsichtige Preisgestaltung bestraft? Niemand erinnert sich daran.

Bis zum 20. Mai erhält die Regierung die Abschlussberichte der staatlichen Marktinspektion. Danach - vielleicht - Mehrwertsteuersenkung für Lebensmittel. Vielleicht - vielleicht - Strafen für Supermärkte. Vielleicht - und das wissen alle Balkan-Konsumenten - bleibt alles beim Alten. Und bis nächste Woche hören wir dieselben Aussagen und sehen denselben Einkaufskorb 8 Prozent teurer.