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Azeski warnt: Inflation gerät außer Kontrolle, Unternehmen am Rand - Wirtschaft verteidigt man nicht mit optimistischen Aussagen

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Der Präsident der mazedonischen Wirtschaftskammer, Branko Azeski, warnt: Die Inflation gerät außer Kontrolle, und die Unternehmen stehen am Rand. „Inflation ist das größte Übel, das einem Staat passieren kann", erklärte er.

Die Hauptbotschaft lautet, dass eine Wirtschaft nicht mit „optimistischen Aussagen, sondern mit rechtzeitigen und präzisen Maßnahmen" verteidigt wird. Das ist eine direkte Botschaft an die Regierung - die in den letzten Monaten das Narrativ einer „stabilen Wirtschaft" verkaufte. Laut Azeski stehen die Firmen am Rand: noch eine Preisschock-Meldung und viele werden es nicht aushalten. Die Kraftstoffpreise sind das Hauptrisiko - bei 5,7 Prozent Inflation und 8 Prozent Anstieg der Lebensmittelpreise schlägt sich jede weitere Erhöhung direkt im Einkaufskorb der Bürger nieder.

Die Frage ist - wer zahlt? Azeski antwortet: Wenn die Behörden nicht reagieren, zahlen die Arbeiter zuerst - durch nicht steigende Löhne, durch Entlassungen, durch Verlust der Kaufkraft. Das ist dasselbe Drehbuch, das der Balkan oft gesehen hat: ein Preisanstieg, dann ein zweiter, dann Firmen im Kollaps, dann Entlassungen, dann Emigration, dann politische Proteste.

Die Regierung behauptet, 30 Teams kontrollieren Supermärkte, es gebe bereits einen Preisrückgang bei Obst und Gemüse, die Inspektionen würden am 20. Mai abgeschlossen, und falls überhöhte Margen festgestellt würden - kämen Maßnahmen. Auf dem Papier klingt das gut. Aber woher weiß der Kunde im „Vero" in Skopje, ob das Obst wirklich um 20 Prozent billiger geworden ist oder ob er es dem Minister einfach glauben soll? Und wenn die Inflation bei Grundnahrungsmitteln 8 Prozent beträgt, was bedeutet dann „kontrolliert stabiler Markt" - nach der Erfahrung mit einem Einkaufskorb oder nach einem Statistiker im Büro?

Azeski betont: Die Unternehmen können noch einen Preisschock nicht verkraften. Das ist die Grenze, an der die Regierung reagieren muss - nicht mit Aussagen, sondern mit Maßnahmen. Der Tag nach dem 20. Mai wird zeigen, wer antworten muss.