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Đorđievski gibt Müll-Versäumnisse zu - 2.500 neue Container und 44 neue Lkws in 10 Tagen

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Skopjes Bürgermeister Orce Đorđievski gibt zu: Es gibt Versäumnisse bei der Müllabfuhr. Und verspricht sofort: In etwa zehn Tagen sollen rund 2.500 neue Container eintreffen, dazu neue Lkws - insgesamt 60, statt der bisherigen 16.

Auf den ersten Blick klingen die Zahlen gut. Der Kontext aber ist katastrophal. Wenn die Hauptstadt des Landes nur 16 funktionierende Müllwagen für eine Stadt von über 500.000 Einwohnern hat, müsste jeder davon täglich 30.000 Bürger bedienen. Das ist schlicht unmöglich - und genau deshalb waren in den letzten Monaten die Container in Aerodrom, Karpoš, Čair und Gazi Baba überfüllt, der Müll lag tagelang auf den Straßen.

„Die Hauptherausforderung ist die unzureichende Zahl an Containern an bestimmten Orten in der Stadt", erklärte der Bürgermeister. Diplomatensprache für das, was jeder Skopjaner mit eigenen Augen sieht: ein paar Container für einen Block mit 200 Familien, in vier Stunden voll und für die nächsten 48 Stunden offen und überquellend.

Jetzt kommen 2.500 neue Container und 44 neue Lkws. Eine bedeutende Investition. Aber die Frage lautet: Was geschah in den letzten 7 Jahren? Wer entschied über die Beschaffung von Fahrzeugen und Containern? Und wie viele parteinahe „Berater" kassierten Honorare, während Skopje zur Mülldeponie verkam? Der Balkan kennt diese Geschichte auswendig. Und zahlt jedes Mal doppelt - einmal für die nicht erledigte Arbeit, dann fürs Reparieren.

Für den durchschnittlichen Skopjaner bleibt die Frage praktisch: Wann sehe ich neue Container an meinem Block? Und wann wird der Müll regelmäßig abgeholt? Darauf muss der Bürgermeister antworten - nicht auf einer Pressekonferenz, sondern vor Ort. Zehn Tage sind nicht lang. Wir werden sehen.