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Skopjes Boris-Trajkovski-Boulevard endlich auf der Zielgeraden - 88 Prozent fertig nach 30 Jahren Warten für 2 Millionen Euro

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Die drei langlebigsten Verkehrsengstellen in Skopje gehen endlich in die Zielgerade. Der Boris-Trajkovski-Boulevard ist zu 88 Prozent fertig und soll in 10 Tagen für den Verkehr freigegeben werden. Die Bauwerke Mominski Potok und die Ljubljanska-Brücke befinden sich in aktiver Bauphase.

Der Boris-Trajkovski-Boulevard ist das längste Projekt - 30 Jahre Warten. Mit einer Investition von 2 Millionen Euro wird nun ein Kilometer Straße verbreitert, der 100.000 Einwohnern aus Dračevo, Zelenikovo und Studenčani dient. Vier Fahrspuren, Fuß- und Radwege, neue Regenwasserableitung. „Nach 30 Jahren wird die endgültige Lösung für den Boulevard Realität", erklärte Bürgermeister Orce Đorđievski.

Das ist ein schmerzhafter Rekord. 30 Jahre für einen Boulevard - länger als die gesamte Geschichte der mazedonischen Unabhängigkeit. Und das in der Hauptstadt des Landes, auf einem Streckenabschnitt mit 100.000 Einwohnern. Die Frage: Welche Firma kassiert jetzt die letzten 12 Prozent, nachdem frühere Verwaltungen 30 Jahre Kaffeepause gemacht haben?

Mominski Potok ist ein kritischer Verkehrsknotenpunkt im Norden Skopjes. Die neue Brücke und Kreuzung werden den Verkehr Richtung Nikola-Karev-Boulevard, Vižbegovo und Stadtausfahrten entlasten. Die Ljubljanska-Skupi-Brücke über den Vardar - ein weiteres jahrelanges Versäumnis - hat endlich mit dem Bau begonnen und wird Karpoš, Zlokućani, Vižbegovo und die nördlichen Stadtteile verbinden.

Alle drei Projekte waren jahrelang wegen ungeklärter Eigentumsfragen blockiert. Was bedeutet, dass die Enteignung mehr Politik als Rechtsverfahren war. Jetzt, da die neue Stadtverwaltung sie wieder in Gang gebracht hat, sollten die Bürger fragen: Wie viel Zeit und Geld wurde mit „Warten" statt mit „Arbeiten" verschwendet? Skopje braucht Infrastruktur, die funktioniert - keine Parolen wie „bald fertig".