Ein Kindergarten für 130 Kinder in Kozle: Teil der Antwort auf die demografische Frage - wenn er rechtzeitig öffnet
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23.04.2026
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12.04.2026
Zehn Jahre nach dem Referendum, das Großbritannien aus der Europäischen Union führte, gießt eine Umfrage kaltes Wasser über die ganze Geschichte: Die Mehrheit der Briten hält den Brexit inzwischen für einen Fehler, und ganze zwei Drittel der EU-Bürger würden sie zurücknehmen. Eine Scheidung, die beide Seiten allmählich bereuen.
Die Umfrage, durchgeführt in 15 EU-Ländern, zeigt, dass 66 Prozent der Befragten eine Rückkehr Großbritanniens in den Block unterstützen - mit Zustimmungswerten von 56 Prozent in Bulgarien bis 75 Prozent in den Niederlanden und Dänemark. Auf der anderen Seite des Kanals ist das Bild für die Brexit-Befürworter noch düsterer: Die Briten nennen Schäden bei den Lebenshaltungskosten (66 Prozent), der Wirtschaft (65), den Chancen für junge Menschen (57) und dem Handel (56).
Am aufschlussreichsten ist der Punkt zur Freizügigkeit - genau das, weswegen viele für den Austritt stimmten. Inzwischen würden 63 Prozent der Briten Freizügigkeit im Tausch gegen engere Handelsbeziehungen akzeptieren, darunter 57 Prozent derjenigen, die 2016 für den Austritt stimmten. Wenn Menschen bereit sind, genau das zurückzunehmen, was sie abgelehnt haben, ist das kein Meinungswandel - es ist das Eingeständnis, dass die Versprechen leer waren.
Die Politiker rissen sofort die Türen auf. Frankreichs Macron erklärte, "die Türen stehen immer offen", Spaniens Premier Sánchez sagte, Spanien würde "ohne Zögern" eine britische Mitgliedschaft unterstützen, und Finnlands Stubb fügte hinzu: "Wir brauchen Großbritanniens Stimme in Europa wirklich." Ob das aufrichtiges Bedauern oder ein diplomatisches Augenzwinkern ist, lässt sich schwer sagen.
Für uns auf dem Balkan, die wir seit Jahren an der Tür derselben Union warten wie an einem Behördenschalter, trägt die Geschichte eine bittere Ironie. Großbritannien trat ein, trat aus und denkt nun über eine Rückkehr nach - während wir noch immer darauf warten, zum ersten Mal hineingelassen zu werden. Vielleicht ist die größte Lehre des Brexit nicht für die, die gingen, sondern für die, die zusehen, wie leicht sich die Regeln ändern, wenn man erst einmal drinnen ist.
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