Noch eine Durchsuchung in Ohrid, noch eine Waage mit weißem Pulver: Der kleine Fisch geht immer am leichtesten ins Netz
04.07.2026
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Der Konflikt zwischen den USA und Iran ist in eine gefährliche neue Phase getreten. Den zweiten Tag in Folge bombardierten amerikanische Streitkräfte Ziele im Iran, und Teheran schlug mit einem Angriff auf US-Stützpunkte in Kuwait und Bahrain zurück. Ein lange über Stellvertreter und Drohungen geführter Krieg wird nun direkt geführt, mit Raketen und Drohnen.
Laut dem US-Zentralkommando trafen die Flugzeuge „militärische Infrastruktur, Kommunikationssysteme, die Luftabwehr, Drohnenlager und Kapazitäten zum Legen von Seeminen". Washington stellte den Angriff als Antwort auf einen iranischen Schlag gegen einen Öltanker in der Straße von Hormus dar - eben jene Meerenge, durch die ein erheblicher Teil des Welt-Öls fließt und deren Schließung sich sofort auch an unseren Zapfsäulen bemerkbar machen würde.
Irans Revolutionsgarde und Marine antworteten mit einem gemeinsamen Drohnenangriff auf die US-Stützpunkte am Golf. Iranische Medien meldeten mehrere Explosionen in den südlichen Regionen Sirik und Keschm. Laut einem ungenannten US-Beamten gab es keine amerikanischen Toten und keinen größeren Schaden an den Stützpunkten - doch im Krieg sind die ersten Berichte fast immer am günstigsten für den, der sie liefert.
Am beunruhigendsten ist die Rhetorik. In seinem eigenen Netzwerk schrieb Donald Trump, die Iraner könnten vielleicht gar nicht wollen, „vernünftig" zu sein, und sie würden dann gezwungen, die begonnene Arbeit militärisch zu beenden. Wenn der Präsident einer Supermacht öffentlich die Vernunft als Option verwirft, ist das nicht nur eine Drohung - es ist eine Ankündigung. Und eine Eskalation am Golf bleibt nie am Golf; Preise, Angst und Instabilität reisen schnell, bis zum Balkan.
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