Vergiftete Salami mit Lanate neben einem Kinderspielplatz in Kisela Voda: Ein Gramm tötet einen Menschen
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Während sich Europa seit Monaten von Prognosen über einen Krieg mit Russland nährt, sagt der NATO-Oberbefehlshaber für Europa, der amerikanische General Alexus Grynkewich, etwas, das dieser Atmosphäre widerspricht: Russland sucht keinen Konflikt mit der Allianz. „Ich habe die Geheimdienstdaten sehr sorgfältig studiert. Russland sucht keinen Konflikt", sagte er auf einer Luftfahrtmesse in Berlin, gefragt nach einem möglichen russischen Schlag gegen die baltischen Staaten.
Laut Grynkewich versteht Moskau die defensive Natur der NATO und den militärischen Vorteil der Allianz gut - daher der Schluss, dass ein offener Konflikt nicht in ihrem Interesse liegt. Ein Satz, der derzeit fast rebellisch klingt, da er dem dominanten Ton zuwiderläuft, der ständige Bereitschaft für das Schlimmste verlangt.
Doch dieselbe Messe brachte auch eine gegenteilige Stimme. Der deutsche General Christian Freuding behauptete, in der NATO bestehe Konsens, dass ein Konflikt mit Russland sogar vor 2030 eintreten könnte. Zwei hohe Militärs, derselbe Saal, gegensätzliche Einschätzungen - und beide behaupten, die Daten zu lesen.
Und hier ist die Frage, die selten laut gestellt wird: Wenn sich die höchsten militärischen Köpfe nicht einig sind, ob der Krieg kommt oder nicht, worauf genau bauen dann Budgets, Ängste und Schlagzeilen? Für eine Region, die nur allzu gut weiß, was es bedeutet, wenn sich Politik von der Kriegsdrohung nährt, ist eine solche Uneinigkeit kein akademisches Detail. Die Drohung verkauft sich - Waffen, Budgets und Angst gleichermaßen. Die Frage ist nur, wem es sich lohnt, sie am Leben zu halten.
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