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Nolan über KI: „ein trojanisches Pferd, bei dem jeder weiß, dass die Griechen drin sind“ - warum die Skepsis gesund ist

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Nolan über KI: „ein trojanisches Pferd, bei dem jeder weiß, dass die Griechen drin sind“ - warum die Skepsis gesund ist

Christopher Nolan, der Oscar-Regisseur, dessen neue Version der „Odyssee“ derzeit Kinorekorde bricht, wurde nach künstlicher Intelligenz gefragt und antwortete mit einem Bild, das man schwer vergisst. Ein trojanisches Pferd, sagte er, aber mit einer Wendung: „Künstliche Intelligenz ist ein trojanisches Pferd, bei dem jeder weiß, dass die Griechen drinstecken.“

Dann ging er noch weiter - es sei, sagt er, „ein durchsichtiges Pferd, aus Glas gemacht“. Mit anderen Worten: Die Falle ist für jeden sichtbar, und trotzdem lassen wir sie herein. Für einen Regisseur, der eine Karriere auf Bildern aufgebaut hat, ist das eine selten präzise Art zu sagen, dass das Problem nicht die Technologie selbst ist, sondern dass wir ihr trotz allem, was wir sehen, glauben.

Was Nolan am meisten ermutigt, ist die Skepsis - besonders bei den Jungen. „Ich habe nie eine Technologie gesehen, die so schnell voranschreitet und dabei so vollständig von der Öffentlichkeit abgelehnt wird“, sagt er. Die Reaktion auf KI-Videos im Netz, die Jungen, die sie sofort „KI-Müll“ nennen und in eine Schublade stecken - das ist laut ihm gesunde Skepsis.

Und hier kommt der Teil, den man unterstreichen sollte. Nolan sagt nicht nur, dass man die Technologie mit Misstrauen betrachten sollte - er sagt, auch die Motive derer, die sie uns anbieten, sollte man mit demselben Misstrauen betrachten. „Dann holen wir das Beste aus der neuen Technologie heraus, statt blind zu glauben, alles werde gut.“ Ein Satz, der sich von Hollywood auf den Balkan bestens übersetzt - wie oft hat man uns etwas Neues verkauft, gerade mit dem Versprechen, alles werde gut?

Nolan ist kein Neuling im Widerstand gegen Technologie - bekannt dafür, ein Smartphone abzulehnen, drehte er „Die Odyssee“ vollständig auf Imax-Filmmaterial und -Kameras, erstmals in der Geschichte. Als die „New York Times“ ihn fragte, ob er sich für einen Technophoben halte, antwortete er präzise: „Ich halte mich für einen Techno-Skeptiker.“ Der Unterschied ist nicht klein.

„Ich nehme ständig neue Technologie an, aber sie wird uns meist auf Kosten von Systemen verkauft, die noch immer gültig sind“, sagt er über seine Branche. „Das habe ich gesehen - wir schütten das Kind mit dem Bade aus. Wir hätten fast den Film verloren!“ Der Mann an der Spitze der Regisseursgilde spricht über sein Handwerk, doch die Lehre braucht keine Übersetzung.