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Dreißig Jahre Ehe und täglich eine gemeinsame Sendung: der Schlüssel, den sie verrieten, war ein in den Saal geworfener Satz

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Dreißig Jahre Ehe und täglich eine gemeinsame Sendung: der Schlüssel, den sie verrieten, war ein in den Saal geworfener Satz

Iker Jimenez und Carmen Porter lernten sich an der Fakultät für Informationswissenschaften in Madrid kennen, heirateten 1994 und arbeiten seither fast täglich zusammen. Beim Fernsehfestival in Vitoria sagte er den Satz, der mehr wert ist als ein ganzes Interview: „Seht, was für ein guter Ehemann ich bin!“

Im Scherz gesagt, natürlich. Doch um diesen Scherz herum stehen mehr als dreißig Jahre Ehe, in der die beiden zugleich Ehepaar und Arbeitskollegen sind. Eine Kombination, die üblicherweise keine drei Jahre hält, geschweige denn dreißig.

„Horizonte“ läuft von Montag bis Freitag, „Cuarto Milenio“ sonntags. Ein unbeendeter Streit zu Hause kann also nicht unbeendet bleiben, weil man morgen wieder vor derselben Kamera sitzt. Kaum eine Ehe arbeitet mit einer so kurzen Frist zur Versöhnung.

Sie haben eine Tochter, Alma, vierzehn Jahre alt, von der sie sagen, sie zeige bereits Interesse am Journalismus. Für eine Familie, die vom Fernsehen lebt, ist das zugleich Kompliment und Warnung.

Was der ganzen Geschichte fehlt, ist das Rezept. Fragt man die beiden nach dem Schlüssel zur Ehe, ist die Antwort keine Formel, sondern ein in den Saal geworfener Satz, um die Stille zu brechen. Vielleicht ist das die ganze Antwort: Dreißig Jahre erklärt man nicht, man lebt sie Tag für Tag - und dann verlangt jemand, sie in einem Satz zusammenzufassen.