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Benzin durchbricht die Hundert, Diesel fällt auf 99 Denar: die gesenkte Mehrwertsteuer gilt bis 28. September

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Benzin durchbricht die Hundert, Diesel fällt auf 99 Denar: die gesenkte Mehrwertsteuer gilt bis 28. September

Seit Mitternacht hat Benzin die Hundert durchbrochen. „Eurosuper BS-95“ kostet jetzt 100,50 Denar pro Liter, BS-98 steigt auf 102,50 Denar - beide um je 3,50 Denar teurer. Diesel dagegen wird um 2 Denar billiger und fällt auf 99. An derselben Zapfsäule zahlt der Dieselfahrer also weniger als der Benzinfahrer - anderthalb Denar Unterschied zugunsten des Diesels.

Die Regulierungskommission für Energie hat die Entscheidung erlassen, gültig ab 15. September um 00:01 Uhr. Die durchschnittliche Verteuerung des gesamten Pakets beträgt 2,86 Prozent gegenüber der vorherigen Entscheidung vom 7. September. Doch in diesem Durchschnitt versteckt sich eine Teilung: die einen bekamen Entlastung, die anderen zahlten die Rechnung.

Wer die Differenz zahlt

Diesel wird nicht wegen des Weltmarkts billiger, sondern wegen zweier innenpolitischer Maßnahmen - einer befristeten Senkung der Mehrwertsteuer von 18 auf 10 Prozent und einer verlängerten Verbrauchsteuersenkung. Das ist ein direkter Eingriff der Regierung in den Preis. Benzin hat keine solche Rettung und ging dorthin, wohin der Markt es schickt - nach oben.

Ministerpräsident Hristijan Mickoski behauptet, die Bürger sparten allein durch den billigeren Diesel über 250.000 Euro pro Tag, also zwischen 4,2 und 4,5 Millionen Euro in zwei Wochen. Die Zahl klingt beeindruckend. Doch der gesenkte Steuersatz für Diesel gilt vom 15. bis 28. September - das sind vierzehn Tage, festgeschrieben in der Entscheidung selbst. Läuft diese Frist ab, kehrt der Preis dorthin zurück, wo wir ihn gelassen haben. Und dann?

Von der SDSM nannte Venko Filipče die Maßnahmen verspätet und unzureichend und forderte die vollständige Abschaffung der Verbrauchsteuer sowie eine Mehrwertsteuersenkung auf 5 Prozent. Die Opposition fordert mehr - das ist ihre Aufgabe. Die Frage, die niemand laut stellt, lautet: wie lange kann der Haushalt diese Differenz in den eigenen Händen halten?

Die anderen Zahlen in derselben Entscheidung

Extra leichtes Heizöl für Haushalte wurde um 4,50 Denar teurer und kostet jetzt 109,50 Denar pro Liter. Schweröl sprang um 2,242 Denar auf 48,243 Denar pro Kilogramm. Das sind keine Posten aus Autofahrerforen - das sind die Preise, die die Heizkostenrechnung bestimmen, sobald es kalt wird. Und der Herbst kommt in wenigen Wochen.

Diesel ist politisch geschützt. Heizen ist es nicht. Der Unterschied zwischen diesen beiden Dingen ist die Entscheidung darüber, welche Rechnung die Regierung auf den Titelseiten sehen will.